Rozencrantz - Tears Black Reign

Review

Mit „Tears Black Reign“ steht knapp fünf Jahre nach „Salvation“ jetzt der Nachfolger des Debütalbums der Osnabrücker Formation ROZENCRANTZ in den Regalen. Vor allem für die Band selbst dürfte der zweite Longplayer aus traurigem Anlass ein ganz besonderer sein, wurden die Vorbereitungen zur Album-Veröffentlichung doch vom schweren Autounfall von Sänger Skye und Bassist Horatio überschattet.

„Tears Black Reign“ stellt nun also das zweite Kapitel in der noch jungen musikalischen Karriere von ROZENCRANTZ dar und umfasst insgesamt zwölf neue Songs. Der Auftakt ist dabei sehr eingängig ausgefallen und die Mixtur aus Rock & Gothic dürfte dabei durchaus auch eine breitere Masse ansprechen. Gerade „Calling Maidel“ und „Stay With You“ warten zum Auftakt mit recht eingängigen Refrains auf, auch das schwungvoll und fast schon beschwingt aufspielende „Chase The Dragon“ kann vor allem im Refrain punkten und lässt einen in diesen Momenten fast unweigerlich ein wenig an HIM denken…

Und so beginnt das Album dann spätestens ab „Born In The Night“ in diesem Stil seinen Weg zu finden und führt diesen dann auch bis zum letzten Song ohne größere Auf und Abs konsequent zu Ende. Der Sound ist dabei durchgehend eher stumpf gehalten, hier wünscht man sich stellenweise etwas mehr Power und Frische. Für die balladesken Momente sorgen Songs wie „Beyond Emptiness“ und „Killerbees“, bei denen natürlich die genretypischen Pianoklänge nicht fehlen dürfen. Der durchschnittliche Gothic Rock-Fan dürfte dann zum Abschluss mit Songs wie „My Love Eternal“, „Bury Me“ und dem Titelsong „Tears Black Reign“ nochmals glücklich werden, auch wenn man das Gefühl hat, dass sich gegen Ende des Albums ein paar Ermüdungserscheinungen bei Band und Hörer breitmachen.

Nach etwas mehr als 45 Minuten bleibt dann der Eindruck zurück, es hier mit einer recht ordentlichen (Gothic)Rock-Scheibe zu tun zu haben, mit der Fans dieser Sparte letztendlich durchaus zufrieden sein dürften.

26.12.2012
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