Winterstorm - Cathyron

Review

Die Bayreuther Power/Folk-Metaller WINTERSTORM sind ganz schön fleißig – „Cathyron“ ist bereits der dritte Studiooutput der Bayern in gerade mal vier Jahren seit ihrem Debüt „A Coming Storm“ (2010).

Im Vergleich zum starken Vorgänger „Kings Will Fall“ (2012) sind auf „Cathyron“ die Folk-Elemente nochmal verstärkt worden, WINTERSTORM umschiffen aber gekonnt alle mit dieser Spielart des Metal verbundenen Klischeeklippen.

Bereits der aus dem Intro „A Hero Rises“ und dem Titeltrack „Cathyron“ bestehende Eröffnungsdoppelschlag schafft es, den Hörer in eine High-Fantasy-Welt zu ziehen und überzeugt mit durchdachtem Songwriting, toller Gitarrenarbeit und dem guten Gesang von Alex Schirmer.

Fortgesetzt wird der Kampf Gut gegen Böse mit den äußerst eingängigen „Far Away“ und „Burning Gates“, dem Piraten-Metal-artigen „Down In The Seas“ sowie dem tollen „Windkeepers“ – WINTERSTORM feuern dem Hörer aus vollen Rohren einen Hit nach dem anderen vor den Latz, und das alles liebevoll arrangiert, völlig kitschfrei und hervorragend gespielt.

Durch die Ohoho-Chöre und die folkigen Parts fallen einem Bands wie ORDEN OGAN, TURISAS und ältere HAMMERFALL sofort als Referenzpunkte ein, aber auch Bands wie (die völlig unterbewerteten) SKILTRON oder FALCONER.

Zum Ende hin folgen auf „Cathyron“ mit „Metalavial“, „Elders Of Wisdom“ und „Call Of Darkness“ ein paar Stücke, die im Vergleich zum vorherigen WINTERSTORM-Feuerwerk etwas schwächer wirken ohne allerdings Füllmaterial darzustellen. Das abschließende instrumentale „The Elements‘ Strife“ bietet hingegen nochmal richtig großes Kino und wäre ob seines cineastischen Bombasts auch als Filmmusik für einen Hollywood-Fantasy-Streifen nicht fehl am Platz.

WINTERSTORM erschaffen auf „Cathyron“ ein episches, melodisches Power-Folk-Metal-Werk, bis zum Bersten gefüllt mit voller Liebe zum Detail arrangierten Hymnen.

02.02.2014
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