Wizard - Head Of Deceiver

Review

2 Jahre ist es her, dass Wizard uns mit ihrem letzten Werk „Bound to Metal“ ein überdurchschnittlich gutes und verdammt ehrliches Studio Album präsentiert haben. Die aktuelle CD „Head of the Deceiver“ wendet sich mit ihren immerhin 11 Tracks jedoch eher an Szeneanhänger des „einzig wahren Metals“. Die Verfechter des True Metals kehren mit ihrem vierten Album zurück. Böse Unterstellungen, Wizard würde einfach probieren, Manowar zu imitieren, schmetterten an den vier Deutschen jedoch ab. Eine gewisse Ähnlichkeit ist allerdings nicht zu leugnen, was aber keine ein Wunder ist, denn sowohl Wizard als auch Manowar sind beinahe schon fanatische Vertreter des True Metals. Wizard zeigt sich etwas Speed-lastiger als gewohnt. Dennoch entstand das Album getreu dem Motto „Our Victory is your Doom“- wie gewohnt mit erhobenen Schwert und kampfbereit. Einmal mehr versteht es Sänger Sven D´Anna, die blutrünstigen aber keinesfalls faschistoiden Fantasy-Texte überzeugend zu vermitteln. Diesmal wollte Wizard allerdings mehr auf die Story eingehen, welche sich natürlich wieder rund um das Schwert „Blood Steel“ und seine Abenteuer dreht. Dies wird im Prolog zwar nett angesprochen und erzählt, aber den direkten Zusammenhang in den Songs habe ich vermisst. „Head of the Deceiver“ greift zwar die True-Metal Elemente hervorragend auf (Härte, Vocals, etc), aber mehr auch nicht. Vergebens habe ich nach Abwechslung durch den Einfluss anderer Metal-Genres gesucht. Schade eigentlich, denn genau das hätte dem Album den letzten Schliff gegeben. Fazit: Speed/True Metal Fanatiker dürfen beruhigt zugreifen, Gelegenheitshörern könnten Wizards Songs etwas eintönig vorkommen.

11.08.2001
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