Atmoran
"Mein Traum wäre es, GOJIRA als Support zu begleiten!"

Interview

Mit „We Fight Back!“ haben ATMORAN aus den Niederlanden im Mai ihr Debütalbum veröffentlicht, das für Thrash-Fans einen Blick wert ist. Wir sprachen über die Platte und seine Vorbilder mit Bassist Wiebe Van Kammen.

Moin und danke, dass du dir die Zeit für unsere Fragen nimmst!

Natürlich! Wir freuen uns, eure Fragen zu beantworten und euch ein bisschen über ATMORAN zu erzählen!

„We Fight Back!“ ist euer erstes Album. Was bedeutet der Titel für dich und was hat das Gesamtkonzept der Platte inspiriert?

„We Fight Back“ lässt viel Raum für persönliche Interpretationen. Für mich bedeutet es, Dinge zu überwinden, die manchmal nicht so laufen, wie man es sich erhofft hat. Inhaltlich geht es auf dem Album um Dinge, die in dieser Welt schieflaufen.

Die Musik greift verschiedene Aspekte auf, darunter Glaubensfragen, Selbstreflexion und Texte über Krieg. Es geht sowohl um persönliche Erfahrungen, die wir selbst gemacht haben, als auch um die aktuelle Situation in der Welt. Gleichzeitig kann man den Titel auch als Motto für das Comeback von ATMORAN verstehen.

Wie würdest du die musikalische und textliche Entwicklung von ATMORAN seit der Bandgründung beschreiben?

Am Anfang ist alles Spaß und Abenteuer, wenn man noch jung ist. Mit der Zeit beginnt man, die Realität der Welt um sich herum zu erkennen. Irgendwann schreibt man dann Musik, die auf diesen Erfahrungen und Erkenntnissen basiert. Je älter man wird, desto mehr ernste Dinge erlebt man im Leben. Genau an diesem Punkt stehen wir gerade. Das ist die wichtigste Inspiration für unsere Musik auf „We Fight Back“!

Was waren die größten Herausforderungen beim Schreiben und Aufnehmen von „We Fight Back!“?

Zu Beginn des Songwritings lief alles ziemlich entspannt. Gegen Ende kam dann allerdings eine Menge Druck auf. In der finalen Phase habe ich eine Woche lang bis elf Uhr abends aufgenommen. Und dann hat mein Laptop während der Albumaufnahme beschlossen, abzustürzen. Das war eine wirklich beängstigende Situation! Die letzte Phase der Aufnahmen war für mich deshalb ziemlich stressig.

Welche Themen wolltet ihr auf dem neuen Album besonders ansprechen?

Wie schon bei der vorherigen Frage erwähnt, geht es auf dem Album hauptsächlich um eigene Erfahrungen und die aktuelle Situation in der Welt. Im Mittelpunkt stehen vor allem Selbstreflexion und der Hass, der überall auf der Welt zu finden ist.

Welche Bands, Künstler oder anderen Einflüsse haben den Sound von ATMORAN am stärksten geprägt?

Für mich ist das vor allem GOJIRA! Der Rest unserer Einflüsse kommt hauptsächlich von LAMB OF GOD, METALLICA, PANTERA und Bands wie EXODUS. Unser Produzent Mendel bij de Leij hat uns nach unseren musikalischen Vorbildern gefragt und darauf aufbauend eine großartige Produktion für das Album zusammengestellt.

Wenn du auf euren bisherigen Weg zurückblickst: Welche Momente waren für die Band besonders wichtig?

Ein besonderer Moment war die Veröffentlichung unseres Albums am niederländischen Tag der Befreiung. Wir haben an diesem Tag auf der Neushoorn Heavy Stage in Leeuwarden in Friesland gespielt. Es waren viele Leute da, und das gesamte Feedback zu unserer Veröffentlichung war positiv.

Ein weiteres Highlight war unser Auftritt beim Into The Grave 2026 in Leeuwarden. Aber auch die Veröffentlichung des Albums an sich war und ist eine großartige Reise für uns als ATMORAN.

Welche Ziele habt ihr mit ATMORAN für die nächsten Jahre?

Wir schreiben gerade neue Songs für ein weiteres Album und haben dafür bereits einige großartige Ideen. Nächstes Jahr würden wir gerne auf größeren Bühnen spielen oder als Vorband für große Acts auftreten. Mein Traum wäre es, GOJIRA als Support zu begleiten!

Wenn ihr „We Fight Back!“ auf einer beliebigen Bühne oder bei einem Festival auf der Welt spielen könntet: Wo wäre das und warum?

Das Graspop Metal Meeting, das Hellfest oder Festivals dieser Größenordnung wären großartig! Ich war persönlich schon auf beiden Festivals. Das Hellfest war ein unglaubliches Erlebnis. Durch das ganze Feuer, das einen dort umgibt, wirkt das Festival einfach lebendig. Es ist ein riesiges Kunstwerk!

Wir als Band waren schon mehrmals beim Graspop und dort selbst spielen zu dürfen, wäre ein Traum!

Vielen Dank für deine Zeit! Die letzten Worte gehören dir.

Ein wirklich wichtiger Punkt ist, die Bands aus der eigenen Szene zu unterstützen und ihr Merchandise zu kaufen! Das ist eine Möglichkeit, ihnen dabei zu helfen, neue Musik zu veröffentlichen.

Danke für eure Fragen!

Quelle: Mail-Interview mit Wiebe Van Kammen / Atmoran
17.10.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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