Asphyx - Crush The Cenotaph

Review

Mit der 1992 veröffentlichten EP „Crush The Cenotaph“ katapultierten sich Asphyx schlagartig an die Spitze des damaligen Death Doom. Der Weg zum legendären Album „The Rack” war bereits eingeschlagen und die Band hatte sich im Vergleich zu den Demos musikalisch deutlich gesteigert. Die Mischung aus rohem Death Metal, schleppendem Death Doom und der markerschütternden Stimme von Martin van Drunen machte die Veröffentlichung schon damals zu einem Kleinod des Death-Metal-Undergrounds.

Songs wie der Titeltrack oder „Rite of Shades” verbinden Brutalität mit einer düsteren, apokalyptischen Atmosphäre, während „The Krusher” bereits die Richtung des späteren, klassischen Asphyx-Sounds vorgibt und weitaus schneller zur Sache geht. Die Live-Aufnahmen auf der B-Seite sind Zeugnis der rauen, kompromisslosen Art von ASPHYX und fingen das Flair der Konzerte zu dieser Zeit autentisch ein.

Eine rundum gelungene Neuauflage mit zeitlosem Charme.

Das aktuelle Vinyl-Reissue von Supreme Chaos Records präsentiert sich detailverliebt und bietet eine vollständig überarbeitete EP, die auch für Besitzer der Originalversion durchaus interessant ist. Das neue ‚Full Dynamic Range‘-Mastering von Patrick W. Engel in den Temple Of Disharmony-Studios klingt kraftvoll, klar und verleiht dem Re-Release einen zeitgemäßen Sound, ohne den ursprünglichen Old-School-Charme einzubüßen.

Die physische Umsetzung zeigt, dass Supreme Chaos Records das Reissue als sowohl als extravagenta als auch als wertige ’normale‘ Sammleredition versteht. Die verschiedenen Varianten – insbesondere die „Liquid Blood Wood Nails“-Edition– ist ein echter Hingucker, aber  können sich mit ihrer liebevollen Detailtreue zum Original wirklich sehen lassen. Auch wenn bei der Neuauflage auf sämtliches Bonusmaterial verzichtet wurde, ist das Ergebnis gerade für Sammler, Ur- und Neu-Fans interessant: Hier steckt Liebe im Detail, und jeder Vinyl-Maniac bekommt einen Klassiker, der dicht am Original ist, im neuen Gewand und in zeitgemäßer Klangqualität, ohne dabei seinen Undergroundcharme und seine Imperfektion missen zu müssen. Dass ASPHYX zu dieser Zeit die Vorreiter im Death Doom waren, ist unbestritten, und „Crush The Cenotaph” ist ein lebendiges Zeitzeugnis, das in keiner Death-Metal-Sammlung fehlen darf.

01.04.2026

- perfection is the end of everything -

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