Bloodywood - Nu Delhi

Review

Soundcheck März 2025# 19 Galerie mit 30 Bildern: Bloodywood - The NEVEREST Tour 2025 in Berlin

Zugegeben, der Neuheitswert ihres exotischen Soundmixes hat sich seit meinem Erstkontakt mit BLOODYWOOD beim Summer Breeze 2022 ein wenig abgenutzt. Geblieben ist hingegen die unbändige Spielfreude, mit der die Truppe auch auf ihrem zweiten vollwertigen Studiowerk „Nu Delhi“ (das eigenproduzierte Debüt „Anti-Pop Vol. 1“ soll hier als reines Coveralbum nicht mitgezählt werden) zu überzeugen weiß. Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger Rakshak wirkt „Nu Delhi“ eine Spur abgebrühter und routinierter – aber schadet dies den Songs eher oder profitieren diese sogar davon?

BLOODYWOOD machen winzige Schritte auf den Mainstream zu

Unter dem Strich stimmt wohl beides. BLOODYWOOD agieren als Einheit, die bestens aufeinander eingespielte ist und das Wechselspiel zwischen harten Metal-Riffs, Rap-Gesang und indischer Folklore zu einem runden Gesamtwerk verbinden, dass an genau den richtigen Stellen über ausreichend Ecken und Kanten verfügt, um trotz überreichlich vorhandener Eingängigkeit nicht in poppige Gefälligkeit abzugleiten. Die eine oder andere Verrücktheit, die „Rakshak“ noch etwas unberechenbarer und wilder machte, bleibt auf „Nu Delhi“ hingegen aus. BLOODYWOOD bewegen sich somit in winzigen Schritten auf den Mainstream zu – bis sie dort aber ankommen werden, dürften uns noch mehrere spannende Veröffentlichungen bevorstehen.

Während der Albumbeginn mit „Hella Bol“, „Hutt“ und „Dhadak“ noch im Gesamtkontext der Band vergleichsweise unspektakulär den charakteristischen BLOODYWOOD-Stiefel reitet, läutet das folgende „Bekhauf“ die Wende hin zu den noch ausgefalleneren und mutigeren Stücken ein. Seine absolute Furchtlosigkeit trägt die Single-Auskopplung nicht nur im Titel stolz voran, sie spiegelt sich auch in der Wahl der Kollaborationspartner wieder: Die Japanerinnen von BABYMETAL bereichern das Stück mit einer ganz anderen Variante von asiatischer Folklore und geben dem Stück einen heftigen Techno-Spin. In der Folge mäandern „Kismat“, „Daggebaaz“ und „Tadka“ in unterschiedliche Richtungen, bevor der abschließende Titeltrack „Nu Delhi“ als Hommage an BLOODYWOODS Heimatstadt gewissermaßen die Quintessenz der Symbiose von Hindi-Folklore und modernem Nu Metal zelebriert.

„Nu Delhi“ übertreibt es mit seiner Kompaktheit

Insgesamt ist „Nu Delhi“ ein starkes, aber kein perfektes Album geworden. Die Songs verfügen über einen fetten Groove und viele frische Ideen, wirken aber in ihrer Kompaktheit stellenweise zu gehetzt. Gerne hätten BLOODYWOOD die vorhandenen Ideen hier und dort noch etwas weiterentwickeln und die eine oder andere zusätzliche Wendung einbauen dürfen. Dies hätte den einzelnen Stücken mehr Luft zum Atmen lassen und dem arg gehetzten Eindruck entgegenwirken können, der nach einer guten halben Stunde nichtsdestoweniger guter Unterhaltung verbleibt.

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29.03.2025

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