Chris Caffery - Faces

Review

Im Vorfeld vielleicht einige Informationen zu Chris Caffrey für all diejenigen, denen der Blondschopf kein Begriff ist. Chris Caffrey ist Gitarrist der US-Combo „Savatage“ und war außerdem mittverantwortlich für Meilensteine des Metalgenres wie „Gutter Ballet“ und „Wake Of Magellan“. Auf Letzterem nicht nur als Gitarrist, sondern auch mit einem Anteil an den Vocals. Chris Caffrey hat sich allerdings nicht nur durch seine Arbeit bei „Savatage“ einen Namen gemacht, sondern auch durch das Mitwirken an diversen Projekten wie „Doctor Butcher“, „Metalium“ und das von „Jon Oliva“ ins Leben gerufene „Trans-Siberian Orchestra“. Nachdem Mr. Caffrey sein Können bisher nur in den Dienst diverser Bands und Projekt gestellt hatte, war es an der Zeit ein Solo Album aufzunehmen. Gleich aus zwei Scheiben besteht eben dieses Solo-Werk, welches Chris Caffrey als versierten Songwriter, Gitarristen und überraschenderweise als hervorragenden Sänger präsentiert. Zwar hat Mr. Caffrey, wie bereits erwähnt, einige Parts als Sänger übernommen, war jedoch nie wirklich als Frontmann tätig. Stilistisch ist das Doppelalbum („Faces“ und „God Damn War“) stark an das Schaffen von „Savatage“ angelehnt und vermag sogar den Charme der frühen Werke wieder etwas beleben. Die Songs sind fast durchgehend in gemäßigtem Tempo gehalten und leben von den heavy Riffs, sowie von der vorzüglichen Gitarrenarbeit, die stellenweise progressiv angehaucht ist. Chris Caffrey leistet wirklich hervorragende Arbeit auf seinem Solo-Debüt. Zwar sind nicht alle Songs von gleich hoher Qualität, was allerdings keineswegs heißen soll, dass auf dem Album der eine oder andere Totalausfall zu verzeichnen ist. Um es auf den Punkt zu bringen: Der Mann im Rücken von „Jon Oliva“ liefert keineswegs ein uninspiriertes Album im Fahrwasser seines Hauptarbeitgebers ab, sondern hat ein Heavy-Metal Album zusammengezimmert, das mit vielen klassischen Attituden aufwarten kann und richtig Spaß macht.

30.08.2004
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