Gloryhammer - Space 1993: Wrath Of Kor-Virliath
Review
Die Story der GLORYHAMMER-Alben scheint die Komplexität eines Marvel Cinematic Universe anzunehmen, denn nachdem wir vor drei Jahren in die Vergangenheit zurückkehren durften, stellt „Space 1993: Wrath Of Kor-Viliath“ eine direkte Fortsetzung des 2015 veröffentlichten Zweitwerks „Space 1992: Rise Of The Chaos Wizards“ dar. Dabei endete das Album doch mit der Transportation von Kronprinz Angus McFife in eine alternative Dimension, auf der wiederum „Legends From Beyond The Galactic Terrorvortex“ fußte. Muss man nicht durchsteigen, ist aber auch cool. Trifft das auch auf die Musik zu?
GLORYHAMMER springen in der eigenen Lore hin und her
Nach dem üblichen Bombast-Intro geht „Space 1993: Wrath Of Kor-Viliath“ mit „Ultimate Sacrifice“ ungewöhnlich zahm los. Waren die bisherigen Opener fast alles Hochgeschwindigkeits-Biester, bekommen wir hier zunächst eine Midtempo-Hymne geboten, die insbesondere von ihrem eingängigen Refrain lebt. Natürlich lässt auch der böse Zauberer Zargothrax nicht lange auf sich warten und growlt ein paar finstere Zeilen dazu. Ähnlich verhält es sich mit „On A Quest For Aberdeen“, doch der Refrain gefällt noch eine Nummer besser.
GLORYHAMMER vergessen auch Fans von gepflegtem High-Speed-Power-Metal nicht und liefern mit „Die With A Sword In My Hand“ eine Hymne, wie MANOWAR sie gerne – zumindest textlich – in den letzten 35 Jahren geschrieben hätten.
Anschließend verlieren sich die Briten etwas zu sehr in Selbstzitaten und Altbekanntem, zudem fehlt etwas der gewohnte Punch. Die Keyboards und orchestralen Einlagen sind jedoch weiterhin stark. Der Gesang von Sozos Michael wirkt zudem zahmer als auf dem Vorgänger. Tracks wie „Starfighters Of Leuchars“, „Warriors Of Auchtermuchty“ und „Pax Galactica“ ähneln sich zu sehr.
Der obligatorische Longtrack – sowohl was den Namen „The Celestial Warhost Of The Dundonian Empire Marches To Space Against The Dark Sorcerer: Final Assault On Battlemoon X-22“ als auch die Spielzeit angeht – reißt das Ruder wieder etwas herum, wobei auch dieser hinter den Epen „Apocalypse 1992“ und „The Fires Of Ancient Cosmic Destiny“ zurückbleibt. Die BAL-SAGOTH-Songtitel sollte sich Christopher Bowes besser für WIZARDTHRONE aufheben. Dennoch ist das Epos in sich schlüssig, und ein opulentes Musikvideo dazu wäre noch besser.
„Space 1993: Wrath Of Kor-Viliath“ bleibt ein Stück weit hinter den Erwartungen zurück
Nachdem „Return To The Kingdom Of Fife“ ein gelungener Einstand für den neuen Sänger Sozos Michael war, sind GLORYHAMMER auf ihrem fünften Album etwas zu zahm und gehen zu sehr auf Nummer sicher. Das ist angesichts des Kompositionstalents der Musiker Meckern auf hohem Niveau, doch im Vergleich zu den vier Vorgängern zieht das neue Werk klar den Kürzeren und reißt wegen drei, vier wirklich guten Tracks noch knapp die Sieben.
Gloryhammer - Space 1993: Wrath Of Kor-Virliath
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Power Metal |
| Anzahl Songs | 11 |
| Spieldauer | 50:13 |
| Release | 16.10.2026 |
| Label | Napalm Records |
| Trackliste | 1. Ultra Portam Astralem 2. Ultimate Sacrifice 3. On A Quest For Aberdeen 4. Die With A Sword In My Hand 5. Silver Talon 6. Starfighters Of Leuchars 7. Warriors Of Auchtermuchty 8. Pax Galactica 9. Demonic Devotion 10. Hammer Of Fate 11. The Celestial Warhost Of The Dundonian Empire Marches To Space Against The Dark Sorcerer: Final Assault On Battlemoon X-22 |
