Hatred - The Bleeding Architecture

Review

Die Norditaliener HATRED wollen anscheinend mit ihrem Debütalbum „The Bleeding Architecture“ mächtig auf den Putz hauen. Irgendwo im Fahrwasser von Bands wie BEHEMOTH, SUFFOCATION oder MORBID ANGEL versuchen die fünf Musiker, die Musiklandschaft für sich einzunehmen. Allerdings gelingt ihnen dies nur sehr bedingt, denn im Grunde bieten die Jungs recht unspannenden und vorhersehbaren Death Metal, wie es schon tausende Bands vor ihnen versucht haben.

Technisch auf sehr hohem Niveau, schaffen es HATRED nicht wirklich, gute Stücke zu komponieren. Alles plätschert vor sich hin und hinterlässt zu keiner Zeit einen bleibenden Eindruck. Auch wenn das Schlagzeug sehr tight ist und viele verschiedene Rhythmen aufblitzen lässt und auch die Saitenfraktion eine Menge wirklich fieser Riffs aus dem Ärmel schüttelt, so können die Italiener keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vielleicht liegt es am ausdruckslosen Gesang oder am recht uninspirierten Songwriting, aber Spannung wird zu keiner Zeit erzeugt. 
Der Opener „Wounds“ geht unmittelbar nach einem kitschigen Sprachintro in die Vollen und bietet gegen Ende ein synthetisches Plastik-Orchester aus der Dose. Auch die nachfolgenden Tracks wie „Hymn To Desolation“ oder „Rise Of Devourment“ bauen auf Aggressivität, lassen aber dafür Intensität gänzlich vermissen. Hier und da findet man zwar gelegentliche Huldigungen an Bands wie DEATH und dadurch schafft es die Band ein wenig, die Dynamik zu steigern, allerdings sind diese Ausbrüche nach oben eher eine Seltenheit. Dieser fade Eindruck ändert sich auch im weiteren Verlauf der Platte nicht und macht aus „The Bleeding Architecture“ ein anstrengendes Stück Musik. Letztendlich ist man erleichtert, wenn man nach guten 47 Minuten mit dem abschließenden Titelstück das Ende erreicht.

HATRED haben mit „The Bleeding Architecture“ ein durchschnittliches Werk wie tausend andere abgeliefert und schaffen es so sicherlich nicht, Anschluss zur Konkurrenz zu finden. Die-Hard-Fans von brutalem Death dürfen aber gern mal ein Ohr riskieren, vielleicht ist diese Platte ein kleiner Happen für zwischendurch. Zu mehr reicht es leider nicht.

29.09.2011
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