John Jones - Rising Road

Review

Ganze 31 Jahre hat es gedauert, bis JOHN JONES – seines Zeichens Sänger der britischen Folk-Rock-Combo THE OYSTERBAND – nun endlich sein erstes Soloalbum auf den Markt bringt.

„Rising Road“ ist dabei von seiner Beschaffenheit so konträr zum sonstigen Liedmaterial der Briten, wie es nur sein kann. In einem Wort: Besinnlich.
JOHN JONES präsentiert uns hier eine Mixtur aus traditionellem Liedmaterial – welche er unter Anderem mit der Landschaft Englands verknüpft sieht und nun seinen eigenen Stempel aufgedrückt hat – und eigenen Liedern, die alle zusammen grundsätzlich eine Geschichte erzählen und eine Verbindung zu ihm haben.
Dabei bleibt er allerdings trotz aller Besinnlichkeit nicht bei Schema F hängen, sondern die Stücke sind auch von der Besetzung her durchaus unterschiedlich ausgefallen. Dabei geht es mal etwas poppiger, siehe „Searching For Lambs“, mal etwas rockiger auf akustische Art, siehe „Walking Through Ithonside“, und mal etwas traditioneller zu – mit leichtem Blinzler gen die amerikanischen Südstaaten, so zu finden bei „One Morning In The Spring“. Man tendiert gar in Richtung Gothic, hört man sich den stampfenden Titel „Polly On The Shore“ an, der mit einem dezenten, Elektro-mäßigen Beat unterlegt ist. Dabei bleibt man aber immer im folkigen Bereich und hat stets im Wechsel Folkinstrumente wie Mandoline, Bouzouki, Banjo, Harfe oder Fiddel am Start.
Unterstützt wird er dabei von einigen Freunden, wie BENJI KIRKPATRICK oder SETH LAKEMAN, die bereits eine langjährige Freundschaft verbindet und die vor Jahren schon maßgeblich an der Idee zu diesem Album beigetragen haben. Ansonsten sind auch noch weitere Freunde aus dem Umfeld von der bereits genannten OYSTERBAND, namentlich IAN KEAREY, ALAN PROSSER, Sophie Walsh, Francois DeVille und ROWAN GODEL, an diesem Album beteiligt. Sogar Produzent Al Scott hat es sich nicht nehmen lassen und hat seinen musikalischen Teil zu diesem Album beigetragen. Nicht zu vergessen die Percussion- und Schlagzeug-Sektion, die auf diesem Album von Dil Davies bedient wird.

Dass dieses Album etwas ganz Besonderes und auch Persönliches ist, steht somit außer Frage. Dass es in einer Zeit der Selbstfindung und der erneuten Bindung an seine Heimat entstanden ist, zeigt beispielsweise die Wander-Tour, die JOHN JONES Anfang dieses Jahres nach den Aufnahmen zu diesem Album absolviert hat. Eine meines Erachtens bemerkens- und nachahmenswerte Sache.
Er ist während der im Frühjahr 2009 stattfindenden OYSTERBAND-Tour ganze 300 km durch England gewandert, von einem Veranstaltungsort zum Nächsten. Dabei wurde er von Fans und Freunden immer wieder begleitet, einige Fotos zu dieser Tour finden sich auf seiner MySpace-Seite.

JOHN JONES hat mit „Rising Road“ einen Volltreffer gelandet. Wer gerne auf sanftere, folkigere Klänge und Melancholie irischer/schottischer/britischer Art steht und keine Berührungsängste mit poppigen und eingängigen Arrangements hat, ist bei diesem Album bestens aufgehoben. Meines Erachtens ideal für die nun anstehende Herbst- und Winterzeit, inklusive einiger besinnlicher und ruhiger Abende vor dem Kamin, mit Pfeife, Freunden und/oder Partner(in) und einem Glas Whiskey. Perfekt für Genießer eben.

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21.09.2009

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