Maja - Suprise Inside

Review

Erst einmal gibt’s eins auf die Fresse für einen so beschissenen Bandnamen. Dann gibt’s eins auf die Fresse für dieses beschissene Albumcover. Es wird sich doch kaum einer trauen, mit so einem Teil aus seinem Plattenladen zu gehen. Aber wofür gibt es Tüten…Dann gibt’s eins auf die Fresse für das wohl dreisteste KORN Plagiat, was je gesichtet wurde. Im selben Atemzug gibt’s…Applaus für die wahrscheinlich authentischste KORN Neuauflage, die es weit und breit gibt. Der Sieger des Doublewettbewerbs KORN geht mit einem riesigen Vorsprung an: MAJA!
Wüsste man nicht, dass die Jungs Eidgenossen sind, man hätte einiges darauf verwetten können, dass hier Jonathan Davis höchstpersönlich am Mikrofon steht. Nicht anders verhält es sich mit der Instrumentenfraktion – eins zu eins, mit einer Ausnahme: Der Dudelsack wird durch die Violine vertreten. Inhaltlich gehen die Schweizer meist nicht ganz so stark mit der für KORN typischen, groovigen Aggressivität zu Werke. Es liegt vielmehr eine ständige Melancholie in der Luft – die depressive Seite von KORN? Sehr schön wird dies in dem rührend vorgetragenen „Army of Me“ deutlich, was aber wiederum ein Björk Cover ist, dieses aber meilenweit in den Schatten stellt. Etwas freakiger, doch nie mit dem Hammer voranschreitend, zeigen sich Songs wie der Opener „Wine“ oder „Mexico“, welche die nötigen Bässe mitbringen und stellvertretend für viele der Stücke auf einen hartnäckig ohrwurmlastigen Refrain hinwirken.
So lässt sich trotz einiger variabler Einsätze (Saxophon bei „Play“) die mangelnde Eigenständigkeit als Kritikpunkt Nr. 1 aufführen, die neben dem ein oder anderen eher faden als kernigen Song (Heidi’s Tomorrow) keine bessere Bewertung zulässt. Auf der anderen Seite hat sich kaum eine Band so nah an das Original getraut/gemogelt. Vielleicht braucht die Band einfach noch ein paar Streicheleinheiten, um aus dem Potenzial in Zukunft noch mehr zu machen. Man darf gespannt sein.

14.09.2005

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