Nazxul - Iconoclast

Review

Aus Sydney/Australien kommt eine Black-Metal-Hoffnung auf uns zugerollt! NAZXUL verkörpern Dunkelheit und Boshaftigkeit zugleich und sie zelebrieren jede Silbe ihrer Musik genau in diesem Kontext. Der Hörer taucht ein in die Welt der musikalischen Abgründe NAZXULs.

„Iconoclast“ ist nach ihrem 1995er Debüt „Totem“ erst das zweite Album, was die Jungs von NAZXUL nicht unbedingt zu fleißigen Musikern macht, was aber unterm Strich egal ist, denn das Resultat zählt und nicht die Menge. Die Qualität des Albums spricht für sich und so soll es sein.

„Iconoclast“ ist atmosphärisch einwandfrei; die Songs sind erhaben, böse, mal schnell, mal eher Midtempo-lastig, aber immer packend und in sich stimmig. Mit untermalenden aber auch mal führenden Keyboardarrangements erzielen NAZXUL die bestmögliche Wirkung ihrer Musik und treffen somit stets genau den fesselnden Punkt, den man in einem guten Song erwartet. Dass NAZXUL eben trotz Keyboard-Einsatz nicht nach Weichkeks-Black-Metal klingen macht diese Band umso wertvoller, denn nicht vielen Truppen gelingt es, das Tasteninstrument so einzusetzen, dass es nicht kitschig oder zu dominant klingt. Die Australier haben also das feine schwarze Händchen für den richtigen Einsatz und den richtigen Augenblick.

NAZXUL haben mit diesem Album meiner Meinung nach ganz klar eines der besten Black-Metal-Alben des Jahres 2009 zustande gebracht, selbst wenn sie nicht wirklich innovativ oder kreativ überdimensional begeisternd auf mich wirken. NAZXUL versprühen Magie und Herzblut und genau das zählt in meinen Augen, nicht wie kompliziert oder einzigartig Musik ist. Es muss einfach das bestimmte Etwas rüberkommen… und hier kommt es… und zwar gewaltig…

27.08.2009
Exit mobile version