Never Face Defeat - Changing Times

Review

Fünf Alben haben NEVER FACE DEFEAT schon auf dem Buckel – und ich hab‘ noch nie von ihnen gehört! Wenn ich mir „Changing Times“ so anhöre, kann ich auch nicht wirklich sagen das ich es bereue.

Die Platte vereint alles in sich, was ich als nett und gut hörbar, aber einfach nicht als begeisternd bezeichnen würde. So entfachen NEVER FACE DEFEAT mit ihrem eher düsteren und sehr hardcorelastigem Metalcore lediglich ein laues Flämmchen, welches bereits nach einer kurzen Zeit im Nichts verpufft. Während des Hörens erwische ich mich aber dennoch bei Mitwippen mit dem Fuß. Kein Wunder, immerhin haben die Jungs auch ne gehörige Portion Groove mit an Bord. Aber das Gesamtbild ist einfach zu austauschbar. Breakdowns, Moshparts und agressive Shouts, sowie ein paar Metal-Riffs, das bekomm ich an jeder Ecke mal besser, mal schlechter. So hilft es auch nichts, wenn NEVER FACE DEFEAT mal das Tempo anziehen oder mit einem Chorus arbeiten. Es ist ja beinahe schon schade, aber all diese Elemente sind einfach verbraucht und bieten keinerlei Spannung mehr.

Spannung ist sogar das Stichwort, weshalb die Platte dermaßen im Mittelmaß versumpft. Hat man einen Song der Platte – und hierbei ist es ziemlich egal welchen – gehört, kann man sich auch ohne hellseherische Fähigkeiten vorstellen, wie der Rest klingen mag. Zum einen klingt Fronter Patrick relativ eintönig, auch wenn man den Versuch zu variieren durchaus erkennt, zum anderen gleicht der düstere Klang, der über der Platte schwebt, einem grauen Schleier, welcher einfach keinen Raum für Farbtupfer, oder gar ein buntes Bild bietet.

Es bleibt einfach eintönig und sowas ist auf Dauer einfach ermüdend. „Changing Times“ ist wohl eher was für Hardcore/Metalcore-Fanatiker, alle anderen könnten sich diese Scheibe oder eine beliebige andere aus dem riesigen Bestand, den der Metalcore bietet, besorgen.

04.08.2008

Chefredakteur

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