No - No

Review

Zunächst wollen wir einfach mal großzügig darüber hinweg sehen, dass diese Mini-CD wie eine Demoaufnahme klingt. Vielleicht ist sie das auch, aber dafür ist der Rest zu professionell aufgemacht. Natürlich, ein so richtig schön trockener Kellersound hat auch seine Vorzüge, will aber nicht so recht zu dem angestrebten Deathcore-Sound der Band passen – ein druckvoller, strotzender Sound – nur das Schlagzeug wummert übersteuert und klinisch den Putz von den Wänden – würde NO wesentlich besser zu Gesicht stehen. Diese Platte klingt über weite Strecken einfach nicht gut.

Richten wir unser Augenmerk lieber in Richtung Songs – und da fällt dem Fünfer aus Mönchengladbach herzlich wenig Sinnvolles ein. Vor allem nichts, das in irgendeiner Weise aufregend wäre. Denn sie changieren zwischen Death Metal und Metalcore, zwischen Groove und feistem Geknüppel, zwischen cleanem Gesang und gutturalen Grummeln, ohne auch nur einmal ihr Beinchen zu heben, um das Terrain zu markieren.

Mal verzerrt, mal mit astronomischem Sustain, klar, damit bloß nicht auffällt, wie dünn die Riffs gerieten. Fein gestreute Hardcore-Parts, stark verwässerte Grindflüsse, melodiöse Passagen, einige Zitate aus der alten Zeit. Dennoch klingt das Endprodukt nicht wirklich überzeugend. Jedem guten Riff und jeder eingängigen Melodie steht ein ebenbürtig substanzloses Element entgegen. Stücke wie „What“, „Imagine“ oder „Unity“ klingen als hätten ihre Schöpfer im Unterricht gut aufgepasst, sie sind aber keineswegs stolze Hymnen von ganz eigener Geltung: Moderner Metal auf Konsens ausgerichtet. Schließlich will jeder einmal um das goldene Kalb tanzen.

Trocken, ohne besonderen Geschmack, eine sinnentleerte Völlerei, die man sich trotz kleiner Lichtblicke hätte sparen können. NO versuchen verschiedenste Qualitäten unter einen Hut zu bringen, um Neues zu schaffen, klingen dabei allerdings über weite Strecken überholt und altbacken, ausgezehrt und blass. Das muss ihnen erst mal jemand nachmachen!

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12.03.2008

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