Pelander - Time

Review

Magnus PELANDER allein im Studio: Auf seinem Soloalbum “Time” ist der WITCHCRAFT-Frontmann in weiten Teilen nur mit seiner Stimme und auf seiner Konzertgitarre zu hören. Powerchords gibt es keine, kein Schlagzeug, Bass, kein Doom Metal. Und wenn Magnus PELANDER nicht solch eine markant-zerbrechliche Stimme hätte, würde man auch kaum eine Verbindung zu seiner Hauptband herstellen können.

Somit ergibt es Sinn, „Time“ als Soloalbum zu veröffentlichen. Magnus PELANDER stellt sich in eine Singer-Songwriter-Tradition, die sich von seinem sonstigen Wirken deutlich abhebt. Abgesehen vielleicht von Siebziger-Jahre-Referenzen, die aber andere sind als bei seiner Hauptband.

„Time“ hat mit WITCHCRAFT (fast) nichts zu tun

Da gibt es den melancholisch-farbigen Einstieg mit „Umbrella“, bei dem dezente Flöten, weiblicher Harmoniegesang und E-Gitarren-Einsprengsel nicht fehlen. „Family Man“ klingt geringfügig optimistischer, das von Geigen untermalte „The Irony Of Man“ quält sich hingegen langsam weiter. Darin zeigt der Schwede durchaus Sinn für Schönheit, aber er lässt den Hörer eben auch an seinen seelischen Abgründen teilhaben. Die beiden langen Titel „True Colour“ und „Precious Swan“ weichen davon zunächst nicht ab, fahren aber im weitere Verlauf etwas mehr Bombast auf. Wenn man denn kleine Streicherarrangements und E-Gitarren als Bombast bezeichnen möchte. Der abschließende Titeltrack wiederum wird hauptsächlich von Akustikgitarre und dem zerbrechlichen, unperfekten und verschnörkelten Gesang getragen.

Keine Frage: „Time“ ist ein Akustikalbum, das die zerbrechliche Seele von Magnus PELANDER offenbart. Eine Seele, die durchaus Sinn für Schönheit hat, bei der aber Leid im Vordergrund zu stehen scheint. Das ist alles keine leichte Kost, wirkt aber ehrlich und ist eben auch nicht nur schwarz-weiß. Einmal auf die Reduziertheit eingelassen, offenbart „Time“ einen großen Facettenreichtum. Dennoch ist das Album gewiss nichts für den Dauerkonsum, schon gar nicht für jede Stimmung, sondern eher etwas für ausgewählte Stunden.

28.11.2016

- Dreaming in Red -

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