Runamok - Make My Day

Review

Who the Fuck is Runamok? Wir sollten uns diesen Name alle mal merken, zumal die Band unmittelbar nach Veröffentlichung dieser Scheibe zu einem Plattendeal gekommen sind und mit Make my Day einen wirklich großen Wurf gelandet haben. Die Besetzung: Fabian Schwarz (Stormwitch), Oliver Kaufmann (Vinder), Mario Schmitt (Fallen 2 Pieces) und Freddy Schartl (Apokrypha). Das Ziel: Laut Promo Info ‚uns technisch versierte Old School Metal Nummern um die Ohren zu ballern, dass wir nicht mehr wissen ob wir nun das Jahr 2004 oder 1990 schreiben‘. Und genauso lässt sich das Album auch am besten beschreiben. Es fetzt, es knallt, es scheppert, hier gibt es keine Gnade und auch keine Gefangenen. Hier reihen sich starke Riffs an wilde Knüppelpassagen und unglaublich ohrwurmige Refrains, garniert mit rauem kraftvollem Gesang und purem Adrenalin. Wer’s nicht glaubt sollte sich bitte mal am Opener ‚Just a game‘ versuchen – ich bezweifle dass irgendein Speed Metal Fanatiker diesem arschgeilen Gebolze widerstehen kann. Trotzdem kann man sich über die relativ hohe Wertung streiten. Klar, wir haben ein klasse Album mit etlichen starken Melodien und ohne jeglichen Ausfall, aber eigentlich haben wir (wie in der Promo Info erwähnt) das ganze schon 1990 gehört. Unter normalen Umständen müsste man als gewissenhafter Redakteur einen Plagiatsvorwurf erheben, aber da die Band sowieso nichts anderes vor hatte wäre dies völliger Schwachsinn. Dementsprechend wäre es auch Unsinn wenn ich zu etwas mehr Experimentierfreude aufrufen würde… Das Fazit: Wer sich unter Annihilator und Megadeth schon immer wohlgefühlt hat, wird sich auch unter Runamok wohlfühlen – die Songs jedenfalls sind Astrein.

06.06.2004
Exit mobile version