Sevendust - One

Review

Alle drei Jahre erscheint ein neues SEVENDUST-Album. Da „Truth Killer“ im August das Kindergartenalter erreicht, wird es Zeit für ein neues Werk der US-amerikanischen Alternative-Formation. Der Vorgänger geriet etwas zu zahm und konnte nicht restlos überzeugen. Ist „One“ das Album, das diesen Eindruck korrigieren kann?

SEVENDUST werden wieder etwas metallischer

Auf „Truth Killer“ wirkten viele Stücke zu zahm und zurückhaltend. Diesen Eindruck erweckt „One“ nicht. Nachdem der eröffnende Titelsong „One“ noch keine Luftsprünge verursacht, folgt mit „Unbreakable“ bereits ein stärkeres Stück. Die Band verzichtet auf die poppigen Einspieler und konzentriert sich auf ihr Kerngeschäft: Alternative-Musik im Spannungsfeld zwischen Metal und Rock.

Gut kommen die vereinzelt eingestreuten Screams an, die dafür sprechen, dass SEVENDUST ihren Sänger Lajon Witherspoon wieder etwas mehr von der Kette lassen. Selbst eingängige Hard-Rock-Stücke wie „We Won“ klingen angenehm frisch und erinnern an die Hochphase NICKELBACKs um die Jahrtausendwende.

Insgesamt wirkt „One“ frischer und vielseitiger als sein Vorgänger. Gegen Ende überrascht „Blood Price“ mit einem fetten Stakkato-Riff, Metalcore-Shouts und immer wieder eingestreuten Clean-Ohrwurm-Passagen. An der Produktion gibt es nichts auszusetzen. Sie klingt trocken und modern – hinter den Reglern saß Michael „Elvis“ Baskette, der bereits die Kollegen von ALTER BRIDGE betreut hat.

„One“ macht mehr Spaß als sein Vorgänger

SEVENDUST sind alte Hasen – „One“ ist das vierzehnte Album der Band. Musste man sich bei „Truth Killer“ noch fragen, ob die Herren ihr Pulver bereits verschossen haben, wirkt „One“ deutlich lebendiger und spannender – insbesondere für Hörer, die es etwas härter mögen. Wenn die Gruppe darauf aufbaut, könnten in Zukunft noch einige interessante Alben entstehen.

08.06.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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