Step On Memories - Furthest

Review

Irgendwo zwischen Hardcore (der jüngeren Schule), Metalcore und Post-Hardcore bewegen sich die fünf Italiener STEP ON MEMORIES, die sich 2008 in Vicenza gründeten und nun mit „Furthest“ ihr zweites Full-Length-Album veröffentlicht haben. Und sie bewegen sich gar nicht schlecht zwischen den verschiedenen Core-Subgenres hin und her, schaffen sie es doch zumindest, die verschiedenen Bausteine ihrer Mucke so miteinander zu verknüpfen, dass nicht der Eindruck entsteht, man würde ständig zwischen den Stilen herumspringen. Insofern haben STEP ON MEMORIES also schon mal einen Vorteil vor denjenigen Kollegen, die meinen, eine solche Verknüpfung sei damit getan, dass man mal ein Metalcore-, mal ein Post-Hardcore-Riff spielt.

„Furthest“ kann also durchaus damit punkten, dass man die verschiedenen Stile, die man bedienen möchte, einigermaßen homogen verknüpft, und so bekommt man eine gute halbe Stunde recht eingängige und energetische Musik geboten, die immer wieder aufhorchen lässt und ein paar wirklich intensive Momente zu bieten hat, aber durch die angesprochene Gratwanderung zwischen den Subgenres auch einige überraschende Arrangements parat hält. So fängt „Furthest“ den Hörer zunächst mit einem einfachen Intro ein, das zwar in dieser Form schon oft gehört wurde, aber immerhin nicht das mittlerweile komplett totgerittene Intro-Synthie-Orchester bemüht, sondern die Stimmung mit den Standard-Rockinstrumenten einzufangen weiß, bevor es übergangslos in den Opener „Become Aware“ überleitet, der munter zwischen der Arbeit mit melodischen Post-Leads und der mit disharmonischen Chaotic-Hardcore-Elementen wechselt und unter dem Strich bereits klarmacht, was die Marschroute von „Furthest“ sein wird. Mit „I Heard They Say“ geht es dann kürzer und bündiger weiter, in nicht ganz drei Minuten bieten STEP ON MEMORIES Uptempo-Riffing und -Schlagzeugspiel, das sich zwischen klassischem Hardcore und wiederum chaotischen Elementen aus dem New School HC solcher Bands wie CONVERGE ansiedelt und damit alles in allem direkter und weniger melodisch herüberkommt als noch der Opener.

Mit diesen beiden Songs ist dann der Kurs des Albums endgültig abgesteckt: mal melodischer, mal chaotischer, mal direkt auf die Fresse, aber nie gänzlich ohne das Hirn auszuschalten. Diese drei Eckpfeiler des Konzeptes werden dann auch in abwechslungsreicher Manier miteinander verbunden und aneinandergereiht, sodass „Furthest“ auch im weiteren Verlauf nie allzu vorhersehbar oder langweilig wird. So wird „580“ durch eine in Post-Rock-Manier verhallte Akustikgitarre eingeleitet, bevor der Song im Down- und Midtempo durch seine melancholisch-sphärische Stimmung schwebt … und anschließend ohne Umschweife vom einleitenden Uptempo-Trümmerriff des nachfolgenden „In Gold We Trust“ abgelöst wird.

Solche Spielchen treiben STEP ON MEMORIES auf ihrem Zweitwerk des Öfteren mit ihren Hörern, sodass „Furthest“ auf der kompletten Spielzeit eine sehr dynamische, abwechslungsreiche und mit kleineren Überraschungen gespickte Angelegenheit bleibt. Sicher, nicht jedes Riff ist ein Killer und vielleicht gehen manche Bands ähnlicher stilistischer Ausrichtung noch dynamischer, chaotischer, … vor – aber „Furthest“ ist mir als Gesamtwerk so sympathisch, dass ich hier trotzdem eine Kaufempfehlung aussprechen möchte. Wer sich nicht sicher ist, kann ja auf der Bandcamp-Seite erstmal für umme das Album durchhören.

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08.06.2013

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