The Duskfall - The Everlasting Shadows

Review

Schon Ende 2016 kündigten THE DUSKFALL auf ihrer Tour mit THE UNGUIDED und DEADLOCK ein neues Album namens „The Everlasting Shadows“ an. Über die Jahre griff die schwedische Band das Thema immer wieder in den sozialen Medien auf. Dennoch dauerte es bis März dieses Jahres, bis die Platte das Licht der Welt erblickte. Der Release erfolgte zunächst ausschließlich digital, jetzt erscheint das Album auch auf CD und Vinyl via The Circle Music. Da nur physische Medien das Wahre sind – dicker Mittelfinger an Sony an dieser Stelle – wenden wir uns dem Album nun zu. Was sind schon ein paar Monate, wenn man zwölf Jahre warten musste?

THE DUSKFALL – nicht nur die Schatten sind ewig

Veränderungen gibt es trotz der langen Funkstille kaum. Zumindest klingt die Band noch sehr ähnlich wie auf „Where The Tree Stands Dead“. Neu ist, dass Bandkopf Mikael Sandorf nun den Gesang übernommen hat, während Ronny Edlund und Patrik Forlund die Gitarren bedienen. Geboten wird weiterhin schwedischer Melo-Death – puristisch und ohne Cleangesang, ganz in der Tradition von AT THE GATES.

Mehr braucht es manchmal nicht: Die Songs halten das Tempo weitestgehend hoch, wagen aber auch Ausflüge in langsamere Gefilde à la INSOMNIUM, um etwas Melancholie einzustreuen. Stampfende Passagen zum Headbangen gibt es ebenfalls. Zudem bringen die beiden Saitenhexer mit ihrem Gitarrensound ein paar Farbtupfer aus Stockholm ins Spiel, sodass man kurz am „Melodic“ im Death Metal zweifelt – insbesondere beim brutalen Rausschmeißer „Peacemaker“.

„The Everlasting Shadows“ hat lange auf sich warten lassen

Ob sich die zwölfjährige Wartezeit auf das neue Album von THE DUSKFALL gelohnt hat, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fest steht jedoch, dass die Schweden heute ganz woanders stünden, wenn nicht gut 20 Jahre zwischen ihrer wirklich aktiven Zeit und heute lägen. Dennoch macht „The Everlasting Shadows“ Spaß, auch wenn ein Überhit fehlt. Wer melodischen Elchtod feiert, sollte das Ding antesten.

24.10.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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