The Duskfall - Lifetime Supply Of Guilt

Review

THE DUSKFALL sind ja beileibe keine Unbekannten mehr, nachdem „Frailty“ und „Source“ in der Fan- und Mediengemeinschaft wie eine Bombe einschlugen. Was liegt da näher als der Weg zu einem Label wie Nuclear Blast, auf dem nun die dritte Langrille des Schwedenpanzers mit dem bedeutungsschwangeren Titel „Lifetime Supply Of Guilt“ veröffentlich wurde? Schuldig muss sich aber hier niemand fühlen, denn die erneut von Daniel Bergstrand passend in Szene gesetzte Wuchtbrumme malmt kräftig mit ihrem eisernen Mundwerk. Der Gefahr, zu einem belanglosen AT THE GATES/IN FLAMES-Klon zu verkommen begegnete man rechtzeitig, indem flugs ein geraumer Teil Melodiösität über Bord geworfen wurde, auch wenn Fans melodischer Refrains und Bögen, etwa in „Shoot It In“, natürlich immer noch auf ihre Kosten kommen. Kehle Kai Jaakola hielt anscheinend nicht viel von dieser Abkehr und kommt dem großen Tompa Lindberg immer noch recht ähnlich. Dafür wurde das neue Material mit einer ordentlichen Portion Thrash angereichert, die sich durch Uptempobrocken à la „Trust Is Overrated“ und „Relieve Your Fall“ zieht, wie ein nagelneuer Fuchsschwanz durch morsches Holz. Zwischendurch wogen die Groovewellen meterhoch und mit „Down Right Dreadful“ gibt es auch noch ein Experiment in Richtung bestem Death ´n Roll zu vermerken. Überraschend dagegen der spartanische Einsatz der Doublebass, deren Teppich eher zu Flickenwerk verkommt. Tut der Stimmung keinen Abbruch und beschert THE DUSKFALL trotzdem das bisher härteste Album ihrer Karriere.

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08.09.2005

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2 Kommentare zu The Duskfall - Lifetime Supply Of Guilt

  1. sick god sagt:

    Stimme mit dem review überein aber muss noch dazu sagen, dass die Jungs den grausamsten Drummer der Welt nach Lars Ulrich haben denn auf sämtlichen 3 Duskfall Alben, dieses eingeschlossen, macht er jeden song die ganze zeit die gleiche scheiße: Bassdrum – Snare – Bassdrum – Snare – Basdrum – Snare bis der Song zu ende ist. Die kurzen Stellen in den ein bis zwei songs wo man sich mal bequemt vom monotonen drumming wegzukommen retten da auch nichts mehr. Ich würde der Platte 9 vielleicht sogar 10 Punkte geben aber dieses stinklangweilige drumming kotzt mich einfach total an! 8 Punkte weil alles andere wirklich gut ist.

    8/10
  2. Sylverblack sagt:

    "Make it or break it". Der berühmte Satz der bei jedem dritten Album einer jeden Band heraufbeschworen wird und der (angeblich) prophezeien soll, ob es die Band in Zukunft schafft, sich auf dem Markt zu etablieren, je nachdem wie Kritiken und Verkaufzahlen ausfallen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass The Duskfall beim Schreiben der Songs immer wieder diesen Spruch im Hinterkopf behielten. Denn das Drittwerk der Schweden klingt ganz klar nach "Nummer sicher": Die Songs sind durchgehend straight, hart, dennoch sind die Melodien bei genauem Hinhören klar erkennbar, die Songs ähneln sich fast alle ausnahmslos und klingen alle nach stattlichen Melo-Death-Krachern mit einer gehörigen Prise Thrash. Positiv zugutehalten muss man The Duskfall jedoch, dass Frontkreischer Kai Jakoola etwas mehr Variabilität in sein Schreiorgan bringt und sich damit – im Vergleich zu den ersten beiden Alben – ein wenig steigert. ‚Trust Is Overrated‘ fängt knallhart an, Melodien lassen sich erst gar nicht blicken. Der Song erinnert mich stark an ‚Lead Astray‘ vom Vorgängeralbum. Im Großen und Ganzen ein guter Song, der jedoch keineswegs das Zeug zum Bandklassiker hat. ‚The Shallow End‘ bietet dann den typischen The Duskfall-Sound mit der Melodie im Refrain, man bewegt sich geschickt im Midtempo; ‚Break The Pact‘ bringt dann eine noch eingängigere Melodie, das Schema bleibt jedoch das gleiche, nur dass man sich wieder in höheren Geschwindigkeitregion aufhält. ‚A Stubborn Soul‘ erreicht nicht die Geschwindigkeit des Vorgängers und geht eindeutig wieder in Richtung ‚The Shallow End‘, ansonsten ändert sich wenig. Spannender wird es erst mit dem besten Song des Albums, ‚Shoot It In‘. Da sind sie wieder, die saugeilen Melodien, die jede Platte The Duskfalls neben den superben Thrash-Parts zum Erlebnis machen. Die restlichen Songs sind jedoch wieder abwechslungsärmer und unterscheiden sich, abgesehen von wenigen Punkten kaum von den ersten vier oben und sind es daher auch nicht wert, weiter erwähnt zu werden. Mit Ausnahme von ‚Downright Dreadful‘, mit dem The Duskfall mal wieder einen richtig geilen Death’n’Roll-Song im Gepäck haben, der ähnlich gut abgeht wie der Titeltrack auf dem Vorgängeralbum, aber keine geile Melodie aufweißt – schade. ‚Relive Your Fall‘ bildet in aller Härte den Schluss (quasi das Rausschmeißer-Pendant zum ebensoharten Opener; hier klingt man btw. erstaunlich nach ‚The Destroyer‘ vom Vorgänger, man hat irgendwie das Gefühl, dass sich beim ersten und beim letzten Song The Duskfall nicht viel Mühe beim Songwriting gegeben haben und grad bei den letzten beiden Songs von "Source" abgeschaut haben) und lässt den etwas enttäuschten Hörer zurück, der sich eindeutig mehr vorgestellt hat. Wie im Review schon erwähnt ist "Lifetime Supply Of Guilt" das bis dahin härteste Album der Bandgeschichte und mit Nuclear Blast hat man sich eines der wohl größten Metallabel gesucht, um die Platte angemessen zu vermarkten. Unterm Strich muss jedoch gesagt werden, dass The Duskfall schon immer sehr mit der Abwechslung gegeizt haben und den Höhepunkt dieser Charakteristik hat "Lifetime Supply Of Guilt" dann wohl erreicht. Da wäre echt mehr drin gewesen. Dennoch 7 1/2 Punkte, hier wird schließlich auf hohem Niveau genörgelt.

    7/10