Today We Rise - Overcoming The Archetype

Review

Metalcore kann durchaus Spaß machen. Den Beweis dafür liefern die Würzburger TODAY WE RISE mit ihrem kurzweiligen Debütalbum „Overcoming The Archetype“. Nach einem Demo fanden die Jungs mit Let It Burn Records gleich eine Labelheimat und das durchaus berechtigt. Zwar kann man nicht unbedingt behaupten, die Band würde sämtliche Stereotypen des Genres umschiffen, wie mir das Promoinfo weiß machen will, aber im Endeffekt setzen sich die zehn Tracks dermaßen beharrlich in meinen Gehörgängen fest, dass ich gar nicht anders kann und immer wieder den Repeatbutton betätigen muss.

Im Gegensatz zu Artverwandten wie KILLSWITCH ENGAGE oder den omnipräsenten AS I LAY DYING, sind TODAY WE RISE noch mehr im traditionellen Hardcore verwurzelt, heftige Gangshouts werden häufig, aber durchaus passend eingesetzt und ein Moshpart reiht sich an den anderen. Ihre Songs sind mit Energie und Groove durchtränkt, aber vor allem ist es diese melodische Catchiness, die einen nicht mehr loslässt. Bereits der wuchtige Opener „The Empire Vs. The Mind“ fegt mit Hyperspeed über den Hörer weg und die kraftvolle Attitüde verleiht dem Song etwas stark Hymnenhaftes. Die Truppe setzt fast durchweg auf knackige, eingängige Gitarren („Ignorance Is Bliss“ ist eine Offenbarung) und mitreißende Refrains, was hier und da sehr an Melodic-Death-Metal erinnert (die sehr geile Bandhymne „Today We Rise“ könnte vom Riffing her direkt aus Schweden stammen), wenn da nicht die typischen Hardcore-Elemente wie die bereits angesprochenen Gangshouts und die unvermeidlichen massiven Breakdowns wären. Aber mit denen kann man durchaus leben, zumal die Songs an sich meist schon sehr dynamisch strukturiert sind und Platz für Abwechslung bieten. Zugegebenermaßen entwickelt sich die beschauliche Spielzeit von rund 38 Minuten zum Vorteil für TODAY WE RISE, denn über eine längere Distanz wären gewisse Ermüdungserscheinungen nicht auszuschließen. So aber präsentiert man ein von vorne bis hinten knallendes Album einer aufstrebenden Band, die man im Auge behalten sollte. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass man den durchaus nicht üblen, aber zu sehr an Bands wie AS I LAY DYING erinnernden cleanen Gesangsstil nur selten einsetzt, ansonsten regieren heiseres Geshoute und mehrstimmige Brachialvocals.

Das ist 100% unterhaltsamer Metalcore, der keinem weh tut, aber höllisch Spaß macht und vor allem in einer Livesituation richtig krachig und knackig rüberkommen dürfte, aber auch auf Konserve seine Qualitäten entfaltet. Ein mehr als gelungener Einstand!

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18.12.2008

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