
EMP - 4 Decades Of Passion
1986 - Das Sodom-Shirt
Special
Zurück in die Zukunft
Bei einem Besuch im heutigen EMP-Headquarter Anfang Januar 2026, staunen wir über die Dimension des Areals. Der Eingangsbereich ist in unaufgeregter Glasarchitektur gehalten, wobei Bilder von Künstler:innen und eine Vitrine mit frühen Devotionalien aus dem Bereich Heavy Metal keinen Zweifel daran lassen, um welche Art von Firma es sich handelt.
Eine Führung durch das Logistikzentrum spricht Bände. Aus einem Wohnzimmer, in dem einst Bestellungen verpackt und handschriftlich vorsortiert wurden, ist ein mehrstöckiges Gebäude geworden, in dem mittlerweile rund 500 Menschen arbeiten. Unzählige Fließbänder befördern Waren, Kartons und Behälter. Roboterkräne sausen in teilweise atemberaubender Geschwindigkeit durch die Halle und ziehen eine bestimmte Ware punktgenau aus einem schätzungsweise 30 Meter hohen Regal.
Wieder rauschen Pakete über Rollen, einmal hinauf, dann wieder herunter. Wir fragen uns was passiert, wenn mal ein Paket hängen bleibt oder Roboter sich bei dem enormen Tempo nicht mehr ausweichen können. „Unfälle bleiben nicht aus, sind aber extrem selten“, so Stephanie Wacht, Sr. Content Relations Manager. „Wenn es einen Crash gibt, werden die Bestelldaten automatisch gespeichert, sodass keine Informationen verloren gehen.“
Tom Kuper, Managing Director bei EMP, ist es hingegen wichtig, dass wir uns nicht alleine von der eingesetzten Technik beeindrucken lassen. Die Menschen sind die eigentliche Seele des Unternehmens: „Auf all unseren Werbebroschüren und bei jeder Logistik-Tour wird immer nur auf diese Roboter abgestellt, das aus dem Blickwinkel des Maschinenbaus das Beeindruckende ist. Aber das ist eigentlich genau das, was ein falsches Bild abliefert, denn ohne die Menschen läuft gar nichts. Neben der Automatisierung, die uns natürlich auch nach vorne gebracht hat, ist es aber die Crew, die vor Ort mit Herzblut arbeitet.
Ein super Beispiel für den Zusammenhalt ist das Jahr 2021, als wir 350 zusätzliche Leiharbeitnehmer hier hatten. Mittlerweile kompensieren wir 90 % der Leiharbeitnehmer über unsere Angestellten hier im Headquarter. Das heißt, dass in den letzten vier Wochen des Jahres auch alle Buchhalter und Marketing-Leute und Fotomodells Pakete packen.“
Und später treffen wir sie dann: Die Menschen, die EMP heute immer noch zu dem Unternehmen machen, das mit der Wertebezeichnung „Von Fans für Fans“ beschrieben werden darf. Für die letzte Überprüfung der Bestellung, das Beilegen der berühmten EMP-Sticker oder die Annahme von Retouren sehen wir nur freundliche Gesichter, viele mit einem zufriedenen Lächeln. Band-Hoodies gehören hier offenbar zum Standardsortiment in der Arbeitskleidung. Hier, hinter den Kulissen beweist das nichts anderes als Authentizität.
Im Teil 2 der Serie „4 Decades Of Passion“ blicken wir in die 90er, in denen sich die Musikindustrie vielen Herausforderungen stellen musste. Der Weg in das World Wide Web öffnete erstmals seine Pforten, das Vinyl rückte als Objekt der Begierde immer weiter in den Hintergrund. CDs wurden stattdessen zum Verkaufsschlager. Heavy Metal war nicht mehr cool, als eine Underground-Szene aus dem Nordwesten der USA für Aufsehen sorgte, die später den Grunge an die Spitze der Charts, der MTV-Sendelisten und in die Herzen der jugendlichen Musikliebhaber:innen katapultierte. Gleichzeitig überfluteten Crossover, Hip Hop und andere Subkulturen den Markt. Wir wagen einen Blick über den Tellerrand und stellen uns die Frage: Was haben eigentlich Fun-Shirts mit alldem zu tun?
Text: Oliver Di Iorio
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