
Fantasy Filmfets Nights 2026
Drei Filme in drei Tagen
Special
19.04.2026: „Imposters“

Darum geht’s: Marie (Jessica Rothe) und Paul (Charlie Barnett) ziehen mit Baby Theo für einen Neuanfang aufs Land. Bemüht, sich in die Gemeinde zu integrieren, schmeißen sie eine kleine Party – doch auf einmal verschwindet Theo spurlos. Die Suche nach ihm bringt Risse in der Beziehung zum Vorschein, die das Paar eigentlich heilen wollte. Auch als Marie Theo tatsächlich in einer mysteriösen Höhle findet und nach Hause bringt, entspannt sich die Situation nicht. Viel mehr stellt sich die Frage: Ist dieses Baby wirklich ihr Sohn?
Nicht die Mama(?)
„Imposters“ läuft in Hamburg am letzten Tag des Fantasy Filmfests und beweist wieder einmal, dass es nicht umsonst heißt: „Das beste kommt zum Schluss.“ Dabei sind nicht nur die Buchstaben im Filmtitel verdreht, sondern auch in der Handlung lauern Twists und Turns an jeder Ecke. Darauf liegt auch der Fokus – obwohl es einige Horror-Elemente und spannungsvolle Momente gibt, hat „Imposters“, das bei den Fantasy Filmfest Nights 2026 als Horror Mystery angekündigt wird, mehr Thriller-Charakter und widmet sich tiefgehenden Fragestellungen von unterschiedlichen Perspektiven.
Das klingt sehr vage, aber es ist schwer möglich, die Handlung von „Imposters“ zu beschreiben, ohne zu spoilern. Je weniger Zuschauer:innen vorher über ihn wissen, desto besser wird der Film sein volles Potenzial entfalten können. Neben Plot-Twists und großen Reveals sind Jessica Rothe und Charlie Barnett aber die großen Stars der Leinwand. In zahlreichen Close Ups sehen wir jedes Wimpernzucken und jede Emotion aus nächster Nähe – und davon gibt es mehr als genug.
Einzig das Erzähltempo könnte bei „Imposters“ noch etwas verbessert werden. Nach einem mysteriösen und faszinierend Start ist der Film bis zum großen Reveal sehr kurzweilig. Doch auch wenn es durchaus zum Film passt, sich stellenweise leicht repetitiv durch ein Labyrinth zu winden, zieht sich der Teil nach der ersten Auflösung ein bisschen zu lang und versucht, die Adrenalinausschüttung über einen zu langen Zeitraum zu maximieren. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau. „Imposters“ betrachtet bekannte Motive von weniger bekannten Blickwinkeln und bietet mehr als genug Raum zum Mitfiebern, Philosophieren und gelegentlichen Gruseln.
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Louisa Esch



























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