WALLS OF JERICHO und der Rhythmus des Lebens

Special

WALLS OF JERICHO leben im Gleichgewicht. Die Band hat einen Rhythmus gefunden, in dem Musik, Familie und andere wichtige Teile des Lebens ihren festen Platz haben. Das merkt man ihnen an. Hier sind Menschen gemeinsam unterwegs, die sich mögen, sich schätzen und noch immer gern auf einer Bühne stehen. Niemand muss die Band über das eigene Leben stellen, damit sie Bedeutung behält. Gerade diese Balance scheint WALLS OF JERICHO gutzutun.

Dazu gehört auch, dass Musik für Candace Buckingham nie losgelöst von dem ist, was um sie herum passiert. Seit Jahren wird sie mit derselben Frage konfrontiert, wie es sei, als Frau im Hardcore zu stehen. Schon darin steckt eine Zuschreibung, gegen die sie sich lange behaupten musste. In den frühen Jahren galten eine Frau am Mikrofon und diese Art von Stimme vielen noch als Besonderheit. Candace erinnert sich an Kommentare wie „gimmick“ oder „good for a girl“. Heute erlebt sie mehr Widerspruch gegen solche Ausgrenzung und mehr Menschen, die füreinander einstehen.

Aus genau dieser Erfahrung heraus entstand auch neues Material. „The Flame“ trug zunächst den Titel „Enough“. Weil es irgendwann schlicht genug war. Genug von Zuschreibungen, von der immergleichen Frage und von Strukturen, die Musik noch immer zuerst durch das Geschlecht der Person am Mikrofon betrachten. Musik muss gehört, gefühlt und erlebt werden. Entscheidend ist, was ein Song transportiert und was auf einer Bühne passiert, nicht welches Geschlecht die Stimme hat, die ihn trägt.

Dass auf „The Flame“ ausschließlich Frauen singen, macht den Song deshalb besonders stark. Nicht, weil Frauenstimmen hier etwas Exotisches wären, sondern weil ihre Vielfalt hörbar wird. Gleichzeitig steckt darin ein Stück gelebte Sisterhood. Candace holte Frauen aus ihrem eigenen Umfeld dazu und machte aus einer persönlichen Erfahrung etwas Gemeinsames. Aus „Enough“ wird damit mehr als Frust. Es wird Solidarität.

Was WALLS OF JERICHO mit der neuen Platte und auf der kommenden Tour daraus weiterentwickeln, werden die nächsten Monate zeigen. Ihre Haltung ist längst da. In den alten Songs genauso wie in den neuen, in den Shows, an die man sich erinnert, und in denen, die noch vor uns liegen. WALLS OF JERICHO müssen dafür nichts beweisen. Sie bleiben präsent, weil ihre Musik gelebt wird.

„The Flame“ ist Teil des neuen Albums „System Error: Humanity“, das am 13. November erscheint. Nach fast zehn Jahren gibt es damit wieder neue Musik von WALLS OF JERICHO. Die Band beschreibt die Platte als Ergebnis neuer gemeinsamer Energie und einer Zeit, in der es für sie vieles gibt, zu dem sie Haltung zeigen will.

Was dieses neue Kapitel auf Platte und auf der kommenden Tour noch bereithält, werden die nächsten Monate zeigen. Die Haltung dahinter ist längst da. In den alten Songs ebenso wie in den neuen, in den Shows, an die man sich erinnert, und in denen, die noch vor uns liegen. WALLS OF JERICHO bleiben an unserer Seite. Mit jedem Song, der geblieben ist, und mit jedem neuen Erlebnis, das noch dazukommt.

Galerie mit 27 Bildern: Walls Of Jericho - Rockharz Open Air 2026
Quelle: Interview Walls of Jericho Rockharz
07.10.2026

Musik ist mehr als Klang: Sie erzählt von Leben, Leidenschaft, Aufbruch und Ankommen. Sie ist Kunst: roh, echt und einzigartig. Ihre Bedeutung entfaltet sich im Resonanzraum zwischen uns und der Welt. Come as you are!

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