Cruadalach
Interview zum Debütalbum "Lead - Not Follow"

Interview

Cruadalach

Auch wenn ihr Debütalbum „Lead – Not Follow“ noch einige Schwächen aufweist, macht die vielschichtige und spannende Folk-Platte definitiv Lust auf mehr. Wenn CRUADALACH den bislang eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen, sind sie eine der vielversprechendsten Bands im europäischen Pagan/Folk-Metal-Sektor. In ihrer tschechischen Heimat haben sie sich bereits einen Namen gemacht, nun schicken sie sich an, auch den deutschen Markt zu stürmen. Wir wünschen gutes Gelingen, haben vorher aber noch die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und dem Oktett mit einigen Fragen auf den Zahn gefühlt.

Cruadalach

Hey Leute, danke dass ihr euch die Zeit nehmt, mir ein paar Fragen zu beantworten.

Ein freundliches Hallo auch an dich, deine Kollegen und natürlich auch alle Leser! Es ist uns in diesen geschäftigen Tagen eine Freude und eine Verpflichtung gleichermaßen. 🙂

Da die meisten unserer Leser CRUADALACH vermutlich noch nicht kennen werden, wäre es gut, wenn ihr euch zuerst einmal kurz vorstellen könntet.

Der CRUADALACH-Stamm ist eine große Familie von aufgeschlossenen Musikern, die ein gemeinsames musikalisches Ideal und eine Vision teilen, die wir seit 2009 zu erfüllen versuchen. Normalerweise werden wir als Folk-Metal-Band wahrgenommen, aber wir sind stolz darauf, wesentlich mehr an musikalischen Einflüssen zu vermischen – von mährischer Folklore bis zu keltisch klingendem Zeug, von pseudo-mittelalterlichen Melodien bis zu Punk und Hardcore, darüber hinaus natürlich auch viele verschiedene Metal-Stile. Genregrenzen interessieren uns nicht und wir glauben, dass darin unsere Stärke liegt und das, was wir den Zuhörern bieten können, etwas besonderes ist. Wir sind bekannt für wilde und barbarische Shows und haben Spaß daran, möglichst oft live aufzutreten.
2010 haben wir ein Demo („V Rytmu Staré Krve“) veröffentlicht, um Promotern zu zeigen, wer wir sind. Inzwischen ist das nur noch ein bandgeschichtliches Dokument, insbesondere wegen der Unzulänglichkeiten des instrumentalen Ergebnisses und der Produktionsqualität. Daraufhin hat das tschechische „Parát“-Magazin Anfang 2011 unsere EP „Agni – Unveil What’s Burning Inside“ sowohl als CD als auch auf Vinyl veröffentlicht und jetzt veröffentlichen Black Bards unser Debütalbum „Lead – Not Follow“. Endlich!
Auf die Frage, wer wir sind, kann ich dir sagen, dass wir uns von anderen Bands dadurch unterscheiden, dass uns die Mitglieder unseres Stammes nicht nur als Musiker, sondern vor allem auch als Menschen schätzen. Es gibt eine Reihe von großartigen Session-Musikern, die uns live unterstützt haben, wenn einige von uns nicht in der Lage waren, einen Gig zu spielen. Mit anderen haben wir bezüglich unseres optischen Erscheinungsbildes und anderer Dinge zusammengearbeitet. Die Arbeit dieser Leute steht nicht so sehr im Vordergrund wie die von uns, die auf der Bühne oder den Promo-Fotos zu sehen sind, aber das macht sie nicht zu weniger wichtigen Leuten für CRUADALACH!
Unsere Texte sind so bunt wie unsere Musik und da wir nicht die klassischen Genre-Klischees ausschlachten wollen,  singen wir über esoterische Werte und Weisheiten, aber auch über persönliche Dinge und Grundsätze, die wir als Menschen und Musiker gelernt haben. Unsere Musik vervollständigt uns als Menschen und das ist ein schöner Prozess.
Tut mir leid, dass ich mich nicht wirklich kurz fassen konnte, aber wie du gesagt hast, müssen wir uns euren Lesern eben erst richtig vorstellen. 🙂

In vielen eurer Songs geht es um die Kraft der Freundschaft. Man kann also getrost behaupten, dass ihr alle nicht nur zusammen arbeitet, sondern auch sehr enge persönliche Freunde seid, oder?

Das stimmt, dennoch streiten wir genauso miteinander und schreien uns an, wie alle anderen auch. Leider. Aber aus dem Prozess unseres gemeinsamen Traumes und der Zusammenarbeit lernen wir eben auch. Ehrlich gesagt wären einige von uns normalerweise kaum Freunde geworden, weil wir alle so unterschiedlich sind. Wir haben jeder einen verschiedenen Musikgeschmack, einen eigenen Charakter… Aber CRUADALACH hat uns gelehrt, einander zu respektieren und an uns zu glauben. Genau das ist der schönste Nebeneffekt des gemeinsamen Musizierens.
Man muss andere respektieren, lernen, ihre Gedankengänge nachzuvollziehen, ihre Wünsche, ihr Handeln. Dann erkennt man, dass ihre Art nicht schlechter ist als die eigene, sondern nur anders. Und diese Unterschiede machen uns zu einer sehr heterogenen Gruppe von Menschen, die vielseitige Musik mit unterschiedlichen Einflüssen machen, welche sich dann zu unserem eigenen Musikstil vermischen. Das ist fantastisch! Wir glauben, dass durch diese Prinzipien CRUADALACH einfach jeden von uns zu einem etwas besseren Menschen gemacht und uns eine Menge Verständnis gelehrt hat.

CRUADALACH bestehen ja aus acht festen Bandmitgliedern. Macht das die Arbeit für die Band leichter, weil man sie auf mehrere Schultern verteilen kann, oder sorgen die vielen verschiedenen Ansichten eher für viele Probleme?

Wir würden das niemals ändern wollen! Wir können uns kaum vorstellen, jemals wieder in Bands mit nur wenigen Mitgliedern zu spielen. In einer solch großen Gruppe von Leuten zu sein bedeutet, dass es niemals langweilig wird. Es gibt mehr Meinungen, über die man sich austauschen kann, und einen niemals endenden Inspirationsfluss.
Die Leute fragen uns oft, ob wir eine demokratische Band sind oder ob es einen „Bandchef“ gibt. Dabei gibt es doch nicht nur diese zwei Möglichkeiten! Bei uns funktioniert das prinzipiell so, dass jeder irgendetwas besser kann als die anderen. Sei es Management, Arbeit, Pressemitteilungen, Songs arrangieren, Gitarren-Riffs schreiben, Harmonien, oder sich um das Artwork oder die Texte zu kümmern. Und uns ist absolut bewusst, wessen Stärken worin liegen, und wir respektieren einfach seine Meinung zu dem jeweiligen Thema.
Das bedeutet dann, dass derjenige in unserem Stamm, der in einem bestimmten Bereich der beste ist, sich um genau diesen kümmert und dabei auch immer das letzte Wort hat. Alle anderen können Tipps geben und ihre eigene Meinung beisteuern, was alles noch vielseitiger macht. Wir sind auch davon überzeugt, dass wir so am effizientesten arbeiten können. Wir arbeiten auf der Basis von Respekt und Freundschaft zusammen und ohne das wären wir nur ein unbedeutendes Staubkorn.

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Mit eurem Albumtitel stellt ihr zwar klar, dass ihr euren eigenen Weg einschlagen und niemanden imitieren wollt. Dennoch gibt es einige Bands, die euch offensichtlich beeinflusst haben. Welche davon sind für euch die wichtigste Inspirationsquellen?

Natürlich gibt es Vorbilder und das haben wir auch nie bestritten! Es wäre ziemlich dreist zu sagen, dass wir von niemand anderem beeinflusst werden. Wir sind sogar von Millionen anderen beeinflusst und man könnte unsere Inspirationsquellen sowohl bei vielen Mainstream-Bands als auch im tiefsten Underground und quer durch alle Genres finden. Wir wurden sogar von einem bestimmten Hip-Hop-Flow beeinflusst, von Country, Dark-Wave und was einem sonst noch alles in den Sinn kommt.
Wenn du gezielt im Folk-Metal suchst,  schätzen wir viele der Bands aus diesem Genre, unter anderem beispielsweise ELUVEITIE, aber eher als Menschen und Musiker, denn als etwas, was wir uns den ganzen Tag lang anhören würden. Echte musikalische Inspiration findet man eher in anderen Metal-Genres und normalerweise in etwas älteren Bands – darunter PARADISE LOST, THERION, AMORPHIS, IN EXTREMO, aber sogar KORN und FEAR FACTORY. Wie gesagt, es gibt unzählige Inspirationsquellen, aus denen sich nur schwerlich eine besondere herauspicken lässt.

Musikalisch kann man euch als eine „Pagan Band“ sehen. Aber spielen heidnische Traditionen auch auf einer religiösen oder spirituellen Eben eine Rolle für euch?

Da CRUADALACH ja aus acht Bandmitgliedern besteht, gibt es auch acht unterschiedliche Glaubensrichtungen. Man könnte in uns ein extrem breites Spektrum an Menschen sehen, das von Atheisten bis hin zu stark sprituell geprägten Individuen reicht, die vom Heidentum, esoterischen Traditionen und sogar christlichem Mystizismus beeinflusst sind. Aber ehrlich gesagt, muss man da nicht unbedingt diese Begriffe benutzen, wir sollten lieber dem Beachtung schenken, was uns vereint, nicht dem, was uns trennt. All diese Religionen und Traditionen erzählen tatsächlich von derselben ewigen Wahrheit, nämlich schlichtweg das Wunder des Lebens. Wir alle auf diesem Planeten lernen einfach ununterbrochen, unser Leben zu leben. Das ist es, was uns allen gemein ist. Und das wiederum ist verdammt großartig!

In der Beschreibung eures Songs „Living With Pride“ benutzt ihr selbst den Begriff „Pagancore“. Ist das generell eine gute Beschreibung für euren Sound? Und was unterscheidet ihn von allen anderen Pagan-Bands dort draußen?

In mancherlei Hinsicht zeigen wir eine Hardcore-Musik-Attitüde, beispielsweise sind unsere Shows ziemlich hüpf-lastig und wild und man kann uns auf der Bühne herum moshen und eine Menge lustiges Zeug machen sehen. Auch musikalisch findet man einige „Core“-Einflüsse bei uns, aber wir ebrauchen den Begriff „Pagancore“ immer mit einem Augenzwinkern und weil er einfach cool klingt. Uns ist klar, dass wir auch Songs machen, in denen sich überhaupt keine „Core“-Elemente finden…
Was uns von anderen Bands unterscheidet? Dass wir uns einen Scheißdreck um einen bestimmten Stil kümmern. Wir wollen kunterbunte Musik voller Stimmungen und unterschiedlicher Einflüsse machen, Musik, die zu uns passt, Musik, die heavy und Augenblicke später wieder besinnlich ist. Viele Kontraste, das ist unser primäres Ziel.

Einmal abgesehen vom offensichtlichen Gebrauch tschechischer Texte hatte ich den Eindruck, dass ihr auch Elemente aus der Volksmusik eurer Heimat aufgreift. Gibt es ein bekanntes tschechisches Volkslied, aus dem ihr gerne einmal einen CRUADALACH-Song machen würdet?

Tatsächlich ist das eher ein unterbewusster als ein freiwilliger Prozess. Wir können unsere Wurzeln kaum verbergen und das ist natürlich auch nicht unser Ziel, denn die Menschen sollten einfach zu sich selbst stehen und stolz darauf sein, wer sie sind. Dennoch war es nie unsere Absicht, die tschechische Kultur oder Volksmusik zu repräsentieren, wir wollten immer nur die Musik machen, die wir selbst mögen – so einfach ist das.
Was das covern tschechischer Volkslieder angeht: Wir Tschechen haben unglaubliche schöne Chorale, die sicherlich auf irgendeine Weise verwendet und auf eine metallische Weise verarbeitet werden könnten, die stilistisch zu CRUADALACH passen würde, aber wir sind stolz darauf, dass die Musik, die man auf unseren Platten finden kann, ausschließlich unsere eigene ist. Das unterscheidet uns auch von den meisten Folk- und Pagan-Metal-Bands, einschließlich der ganz großen. Wir haben uns die Sache nie leicht gemacht, indem wir bei unseren Aufnahmen auf traditionelle Melodien zurückgegriffen hätten, und darauf sind wir stolz!

Welches Lied auf „Lead – Not Follow“ würdest du denn jemandem vorspielen, der dich nach dem „typischen CRUADALACH-Sound“ fragt?

Das ist eine schwierige Frage, weil jedes unserer Stücke wirklich anders klingt, letztlich sehen wir ja keinen Sinn darin, uns selbst zu wiederholen. Aber das soll jetzt keine Entschuldigung sein, um uns vor der Frage zu drücken, insofern denken wir, dass „Living With Pride“ das Album wirklich gut repräsentiert. Es enthält Einflüsse aus allen Genres, die wir normalerweise vermischen, es hat starke Melodien, eine klare Aussage, es ist heavy, es hat Core-Elemente und Breakdowns, darüber hinaus auch folkloristische Elemente. Ja, wir glauben, dass es ziemlich repräsentativ für uns ist, aber das bedeutet natürlich nicht, dass der Rest des Albums weniger gut ist. In jedem Lied steckt unsere Leidenschaft und es kommt alles von Herzen. Deshalb sollte es jeder einmal anchecken!

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Dem kann ich nur zustimmen! Mir hat auch das Artwork richtig gut gefallen. Wie seid ihr auf die Idee mit diesem „Schaf im Wolfspelz“-Motiv gekommen und welcher Künstler war für die Umsetzung verantwortlich?

Danke für das Kompliment. Je mehr Aufmerksamkeit wir der Musik und den Texten widmen, desto mehr achten wir auch auf die visuellen Elemente, um ein möglichst rundes Gesamtprodukt abzuliefern. Unser Künstler ist Albrecht K. Smuten. Er hat auch das Design unserer EP „Agni“ und unserer meisten Merchandise-Produkte übernommen. Wir haben drei Monate gebraucht, bis das Layout für „Lead – Not Follow“ seine endgültige Form angenommen hatte und darin war auch viel an Brainstorming zwischen Albrecht und den Bandmitgliedern enthalten. Beispielsweise kam Ondra, unser Bassist, mit der Idee an, dass das Unterwürfig/Dominant-Thema sich im Mobbing wiederfinden könnte.
Das brachte unseren Sänger Jan auf die Idee, dass man das zwar so machen, aber in die Welt der Tiere übertragen könnte, mit einem Schaf als zentrale Figur. Wir legten Albrecht dann Konzepte wie „siegreiches Schaf“ und „Schaf, das den Wolf frisst“ vor, aber wir wollten etwas dezenteres und mystischeres haben, dass dennoch sehr deutlich ist. Und dann kam er mit der Idee des heulenden Schafes, das die Botschaft des Albums tatsächlich perfekt repräsentiert. Normalerweise sieht man ein Schaf als schwaches Tier und Teil einer Herde an. Wir wollten zeigen, dass auch ein schwaches Schaf ein Raubtier ordentlich vermöbeln und sich wie dieses benehmen kann! Egal, wer man selbst ist, jeder kann stark sein und das erreichen, was man will. Darum geht es bei „Lead – Not Follow“!

Ok, soviel zu eurem Debütalbum. Mich würde nun noch interessieren, wie es um den Metal in Tschechien bestellt ist. Wie groß ist die Szene und gibt es eine starke Abgrenzung der einzelnen Subgenres gegeneinander?

Wie Einstein schon sagte, ist alles relativ, und damit auch die Größe der tschechischen Metal-Szene. 🙂 Sicherlich ist sie größer als beispielsweise die kroatische oder slowenische, auf der anderen Seite aber auch viel kleiner als die deutsche. Für uns gibt es viele Möglichkeiten, live zu spielen, aber unsere Ambitionen sind doch wesentlich größer als Tschechien, wenn ich das mal so sagen darf. Wir würden gerne Dutzende von Live-Shows im Jahr spielen und dafür ist Tschechien einfach zu klein. Aber grundsätzlich ist es uns egal, wo wir spielen – wir freuen uns einfach, performen zu können, und geben für unser Publikum alles, egal ob wir un in Tschechien, Polen, Deutschland oder Ungarn sind.
Was die Besucherzahlen bei unseren Konzerten angeht, so liegen diese über dem Durchschnitt für einheimische Bands in Tschechien (hoffentlich bleibt das auch so) und unser Publikum ist so buntgemischt wie unsere Musik. Man kann also gleichermaßen Black- und Death-Metal-Fans finden wie Leute, die auf Folk-Metal und verschiedene Arten von Volksmusik und mittelalterliches Zeug stehen, Schwerter schwingende Schaukämpfer, LARP-Spieler oder Leute die alte slawische und keltische Rituale feiern…

Im letzten Jahr habt ihr in eurer Heimat das „Samhainfest“ ins Leben gerufen, das sich zu einem jährlichen Herbst-Festival zu entwickeln scheint. Was hat euch dazu bewogen? War es etwa die einzige Möglichkeit, einmal eine entsprechend große Show spielen zu können? Und wieviel organisatorische Arbeit steckt dahinter?

Es war mit Sicherheit nicht die einzige Chance, große Live-Shows zu spielen, wir hatten zuvor schon größere Shows auf einigen tschechischen Open-Air-Festivals oder als Support von großartigen Bands wie ARKONA oder SKYFORGER gespielt. Unser wichtigstes Ziel war es, den Leuten zu beweisen, dass wir so etwas selbst auf die Beine stellen können und dass wir uns auch um Business-Dinge kümmern. Aber das „Samhainfest“ war tatsächlich unser „Erstkontakt“ mit dem Ausland und wir konnten großartige Bands treffen, die dieselben Ziele wie wir haben, beispielsweise PERCIVAL SCHUTTENBACH aus Polen, die Italiener KRAMPUS, eure deutschen NOTHGARD, die Slowenen BREZNO und andere.
Letztlich ist das „Samhainfest“ (und sein Frühlingspendant „Beltinefest“) viel mehr geworden, als wir uns erhofft hatten. Wir haben dadurch unzählige neue Freunde getroffen und Kontakte geknüpft und wir fühlen uns nun wie eine echte europäische Band, die nicht durch irgendwelche Ländergrenzen limitiert ist. Und das ist ein wirklich unglaubliches Gefühl und etwas, das wir erreichen wollten! Siehst du, es ist jetzt kein Problem mehr für uns einen Session-Gitarristen aus Ungarn für Shows in Polen mit an Bord zu holen oder einen kroatischen Sänger auf dem Debütalbum zu haben. Es ist egal, woher die Leute kommen, wir lieben alle die Musik!
Dieses Interview beantworten wir direkt nach unserer Rückkehr aus Polen, wo es wirklich verrückt war und ein Haufen Fans die Atmosphäre der Gigs wirklich genossen. Als nächstes spielen wir wieder für die tschechischen Fans und wir können es gar nicht erwarten, unsere befreundeten Bands, an die wir glauben, hier in unserer Heimat vorzustellen!

Du spielst vermutlich auf das nächste „Samhainfest“ an, das zum Zeitpunkt des Interviews noch vor euch, bei seinem Erscheinen aber bereits hinter euch liegt. Was werden wir denn da verpasst haben?

Am 28. Oktober findet die Show in Brno statt und einen Tag später in Prag. Wir hoffen, eine schöne Tradition dahingehend geschaffen zu haben, dass wir dem tschechischen Publikum starke, junge und originelle Bands aus Europa vorstellen, unsere Freunde und Weggefährten, die definitiv ihre Aufmerksamkeit verdienen. Wenn das Interview erscheint, werden wir bereits wissen, wie es diesmal gelaufen ist und ob die tschechischen Fans erneut beweisen konnten, dass sie ein Interesse an Musik voller unterschiedlicher Stimmungen und Instrumente mit folkloristischem Touch haben. Drück uns die Daumen, dass es eine grandiose Party wird!
Übrigens wird es auch eine Release-Party unseres Debütalbums „Lead – Not Follow“ geben, das von Filippo von KRAMPUS getauft werden soll. Wir werden mit einigen Gästen zusammen auftreten, die auch auf dem Album waren (also der Sängerin Ana und dem Perkussionisten Václav), und planen auch einige Improvisationen anhand eines kroatischen Volksliedes gemeinsam mit PERCIVAL SCHUTTENBACH auf die Bühne zu bringen… Es wird also eine hammergeile Party, Musik hat keine verdammten Grenzen!

Mit euren beiden wichtigsten musikalischen Eckpfeilern – Pagan-Metal und Mittelalter-Elemente – solltet ihr auch in Deutschland viele Fans finden können. Wie war den bisher das Feedback aus Deutschland, gerade auch im Vergleich zum übrigen Europa?

Die Frage kommt eigentlich noch zu früh, weil wir erst zweimal in Deutschland spielen konnten – mit NOTHGARD 2010 auf dem deutschen „Samhainfest“ (im bayerischen Deggendorf – Anm. d. Red.) und dann auf dem fantastischen „Hörnerfest“ (im norddeutschen Brande-Hörnerkirchen – Anm. d. Red.). Natürlich waren beide Shows klasse und großartig organisiert. Wir hoffen, jetzt stärker mit den deutschen Fans in Kontakt zu kommen, wo unser Debütalbum dank unserem Label Black Bards in Deutschland erschienen ist.
Diese Jungs helfen uns enorm und tun alles für uns, was in ihrer Macht steht. Dieses schöne, symbiotische Beziehung fühlt sich gut an und es ist eine großartige Erfahrung, mit ihnen zusammenzuarbeiten. In den kommenden Wochen dürften wir viele Reviews und Interviews in deutschen Metal-Medien bekommen. Wir werden also sehen, ob wir dadurch auch mehr deutsche Fans gewinnen können. Bisher haben wir natürlich die größte Fanbasis in unserem Heimatland, trotzdem bekommen wir sehr positive Reaktionen von überall auf der Welt.

Ihr werden auf der kommenden „Black Trolls Over Europe“-Tour im November auch einige Gigs hier in Deutschland spielen. Was kannst du uns über die Tour und eure Beteiligung erzählen?

Diese Tour wird eine völlig neue Erfahrung für CRUADALACH werden, weil wir nie zuvor mehr als drei Shows am Stück gespielt haben, dennoch sind wir stolz darauf, so viel live zu spielen. Die „Black Trolls Over Europe“-Tour wird von Black Bards organisiert und sie beinhaltet zwei Gigs in den Niederlanden und einen Halt in Prag, der Rest findet in Deutschland statt. Allen deutschen Metalheads, die uns live erleben möchten, bietet sich also ab 11. November eine perfekte Gelegenheit!
Wir touren mit Bands wie SUIDAKRA oder WAYLANDER und die Tour umfasst auch ein großes, von Black Bards organisiertes Festival – das „Black Trolls Winterfest“, auf dem auch Größen der Pagan-Szene wie PRIMORDIAL oder ENSIFERUM spielen werden. Für diese Tour planen wir eine Setlist, die vor allem Songs unseres Debütalbums umfassen wird. Darüber hinaus wollen wir ohne irgendwelche Samples alles live spielen, einschließlich der Dudelsäcke, Flöten, Geigen und so weiter. Die Fans können eine wilde und rohe Show voll barbarischer Energie erwarten!

Da wünsche ich euch dann mal frohes Gelingen! Gibt es noch etwas anderes, worüber du zum Abschluss noch sprechen möchtest? Oder möchtest du deinen Fans noch etwas mit auf den Weg geben?

Hey, du hast mit deinen Fragen doch schon praktisch alles abgedeckt. Das einzige, was mir noch zu sagen bleibt: Lebt für die Musik! Wir sehen uns bei unseren live-Shows!

Super! Dann bedanke ich mich recht herzlich dafür, dass ihr euch die Zeit genommen habt, mir diese ganzen Fragen zu beantworten. Viele Grüße und ich hoffe, dass wir in Zukunft noch viel von CRUADALACH hören werden!

Es war uns ein Vergnügen! Danke vielmals und auch für euch bei Metal.de alles Gute für die Zukunft!

Cruadalach

01.11.2011

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