Daemonium Regni - Daemonium Regni

Review

Soundcheck April 2026# 16

DAEMONIUM REGNI ist das neue Soloprojekt des Schweden Mickael Broberg. Der Name dürfte einigen Old School Black/Death Fans geläufig sein.

Geläufiger Name

Mickael Broberg aka Micke Jansson ist Sänger bei UNANIMATED und hat dort u. a. die legendären Alben „In The Forest Of The Dreaming Dead“ und „Ancient God Of Evil“ eingesungen, die heute Kultstatus innehaben. Daneben betreibt Micke noch seine Band BORN FOR BURNING und CONTEMPT OF THE LIGHT. Mit seinem neuen Projekt DAEMONIUM REGNI, in welchem er für alle Instrumente zuständig ist, widmet sich der gute Mann seiner Passion für düsteren, epischen Black Metal der alten Schule, nicht ganz unähnlich zu BORN FOR BURNING.

DAEMONIUM REGNI spielen düsteren, epischen Black Metal

Unheilvoll, düster, bedrohlich, DAEMONIUM REGNI verknüpfen auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum epischen, konventionellen Old School Black Metal mit etwas Doom und Dark Metal. Die Einflüsse sind offensichtlich – allen voran natürlich, wie auch schon bei vielen von Mickes anderen musikalischen Betätigungsfeldern, stehen BATHORY, die auch hier wieder als eine der wichtigsten Inspirationsquellen dienen. Dazu eine gehörige Portion ROOT, ANCIENT WISDOM, die frühen TORMENTOR, MASTER’S HAMMER, dazu HELLHAMMER/CELTIC FROST.

DAEMONIUM REGNI erzeugen ihre Musik mit entwaffnender Einfachheit: Eher schlichte Arrangements mit repetitiven Riffs weben homogen dunkle, dichte Klanglandschaften, die düstere Atmosphäre erzeugen. Einige melodische Soli sorgen hier und da für Akzente. Der etwas synthetische Sound des Drumcomputers geht leider ein wenig zu Lasten der Stimmung. Alle Texte sind in Latein, was insbesondere in Kombination mit dem harschen Gesang mal für schwarzmetallische Schärfe, mal mit Bariton-Chören zu einer rituellen, mystischen Aura führt. Leider kann der Klargesang da nicht immer mithalten.

Der Opener „Mater Daemonium“ kriecht düster, langsam, schwer und stimmungsvoll aus den Lautsprechern. Einfache aber wirkungsvolle Gitarrenlinien breiten sich immer weiter aus und verdichten die Atmosphäre. Tiefe, bedrohliche Growls. Erinnert ein wenig an DAEMONARCH, das damalige Black-Metal-Projekt von MOONSPELL-Mitgliedern. DAEMONIUM REGNI erschaffen in dem Stück eine ähnliche Magie wie 1998 die Portugiesen.

Das pechschwarze „Ascendens Tenebrae“ sorgt dann für Kontrast. Das Stück lebt von seinem rohen Charakter mit Tremolo-Picking, wütend gifte Black-Metal-Schreie und Blast Beats. Rasante Ausbrüche wie dieser Song sind aber eher die Ausnahme, der Großteil auf „Daemonium Regni“ setzt auf Atmosphäre in gedrosseltem Tempo anstatt nordisch kalte Durchschlagskraft. Dazu passend findet sich mit „Sacrificium“ ein stimmiges Klavier-Zwischenspiel auf dem Album. Weitere Höhepunkte sind „Spiritus In Flammo“ und „Damnationem“.

Die Produktion von „Daemonium Regni“ ist professionell, der Sound druckvoll und transparent. Für das Mastering war Dan Swanö verantwortlich.

Fazit

DAEMONIUM REGNI atmet zu jeder Zeit die persönliche Note von Mickael Broberg. Die Stimme von UNANIMATED, in ihrer eigenen Interpretation des Erbes von Quorthon. Nicht sonderlich originell, kein majestätisches Juwel, aber in sich stimmig, atmosphärisch dicht und authentisch.

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17.04.2026

Geschäftsführender Redakteur (stellv. Redaktionsleitung, News-Planung)

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