Callejon Is Dead-Tour
Callejon und Rogers live in Herford

Konzertbericht

Billing: Callejon und Rogers
Konzert vom 30.12.2016 | X, Herford

Nochmal alle Energien im alten Jahr loswerden und es richtig krachen lassen? Kein Problem beim Konzert von CALLEJON und den ROGERS. Wir waren in Herford für Euch vor Ort.

Rogers

Galerie mit 10 Bildern: Rogers in Herford 2016

Punk’s not dead! Das beweisen heute Abend ROGERS hier im X in Herford allemal. Ihr deutscher Punk Rock, der nur so vor Energie sprudelt, lockt viele der heutigen Besucher in den Innenbereich zum Feiern und Tanzen. Einziger Schwachpunkt des Gigs ist die Beleuchtung. Auf der Bühne ist leider nur wenig zu erkennen von den einzelnen Bandmitgliedern.

Callejon

Jetzt mit Beginn des Main-Acts des Abends ist es deutlich, dass das X nicht ausverkauft ist. Das lässt die Performance der fünfköpfigen Truppe um Frontmann „BastiBasti“ aber nicht weniger eindrucksvoll erscheinen. Es geht ohne großes Palaver direkt hart und schnell los mit einem neuem Song. Für die Fans gibt es direkt von der ersten Note an volle Kanne ins Gesicht. Der durch Geländer abgetrennte Innenbereich ist entsprechend voll. Mehr passen hier nur rein, wenn man anfängt zu stapeln. Zu „Polar“ ist es dann nach dem anfänglichem  Jubel endlich Zeit für einen Moshipit.

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Die Fans sind heiß auf mehr – und es geht weiter mit „Dunkelherz“. Textsicherheit wird hier ganz groß geschrieben. Mitsingen erst recht! Der Gesang aus den Kehlen der Fans ist dermaßen laut, dass Sänger BastiBasti auch überlegen könnte, vorerst nichts zu tun. Zum Glück verrichtet er weiterhin seinen „Dienst“, und es geht weiter mit dem ersten Coversong des Abends, „Schwule Mädchen“. Ursprünglich von FETTES BROT und durch CALLEJON neu interpretiert. Dabei wird solch ein Feuer an den Tag gelegt, als wenn der Song von ihnen kommen würde.

„Krankheit Mensch“ läutet eine andächtige Pause zum Nachdenken ein. Die Ruhe hält aber nicht lange vor. „Wir sind Angst“ reißt die Ruhe in kleine Fetzen und wirft sie mit Freude durch den Raum, als wäre es Konfetti für die weiter steigende Party. Die anwesenden Pärchen kommen auch auf ihre Kosten. Bei „Kind im Nebel“ finden sich viele in den Armen ihrer Partner wieder. Weiter geht es danach mit „Vergissmeinnicht“ und „1000 PS“. Zu „Dieses Lied macht betroffen“ kommen Versuche eines Circle Pits auf. Nur schlagen diese massiv fehl. Da wünscht man sich als „richtiger Metaller“, dass das eher nachwuchsbehaftete Publikum mal ein bisschen Nachhilfe bei den älteren Fans sucht. *Zwinkersmiley* Nach „Sommer, Liebe, Kokain“ ist dann auch mit dem Hauptteil erst mal Schluss.

Galerie mit 15 Bildern: Callejon in Herford 2016

Für das Publikum ist das aber nicht akzeptabel, und deswegen schreit es lautstark nach einer Zugabe. Die sollten sie mit „Blitzkreuz“ auch bekommen, und hier zeigt sich: Was den Fans an Technik noch fehlt, machen sie mit jugendlicher Energie wett. Ungebremst geht es in der Zugabe weiter. Weder auf dem Tanzboden noch auf Gesangsebene macht hier jemand schlapp.  Diese überschüssige Energie sehen auch CALLEJON und geben etwas Nachhilfe von oben. „Snake Mountain“ wirde eröffnet mit einer Wall of Death, wie sie die äußeren Gegebenheiten kaum besser zulassen. Mit einem „Schrei nach Liebe“ neigt sich dann langsam aber sicher der Abend dem Ende zu, aber nicht ohne noch final zum Abschluss „Porn from Spain 2“ auszupacken, um auch noch den letzten Rest aus den Fans zu rocken.

Mit dem Ende des Konzertes eingeläutet geht es für viele auf dem Heimweg. Einige lassen im X den Abend noch ausklingen und feiern ausgiebig bis in die Morgenstunden des letzten Tages im Jahr.

Bericht und Fotos: Cynthia Theisinger

19.01.2017

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