A Sailor's Grave - Eponymous Bastards

Review

Metalcore – durchschnittlich – langweilig. So, damit wäre das Wichtigste eigentlich schon gesagt. Aber gut, wir wollen ja mal unserer journalistischen Pflicht nachkommen. A SAILOR’S GRAVE aus Mainz präsentieren mit „Eponymous Bastards“ ihr Debütalbum und ich weiß nicht, wie sie an ihren Plattenvertrag mit MFT Records gekommen sind, musikalische Klasse kann es jedenfalls nicht gewesen sein. Hmm, irgendwie fällt mir gerade auf, dass der Name des Labelkontaktes identisch ist mit dem Namen des Sängers der Band…

Im Grunde genommen ist „Eponymous Bastards“ genau wie eine der Millionen anderen Durchschnitts-Metalcore-Platten gestrickt, nur noch einen Tick schlechter. Das liegt vor allem am Gesang von Dirk Modrok, der meist klingt, als käme er frisch aus dem Krankenhaus nach einer Kehlkopf-OP. Leider ist das nicht so heiter, wie es klingt, sondern eher, ähem, heiser… Ab und an setzt er auch cleane Vocals ein, die z.B. in „Nula Et Volvere“ sogar richtig gut klingen, insgesamt sind die Vocals aber einfach nur scheiße. Der Rest der Mucke besteht zu 95% aus Allerwelts-Metalcore, auch wenn man der Truppe nicht absprechen kann, dass sie es hier und da mit einigen Auflockerungen probiert, sich von der unüberschaubaren Masse abzuheben. Laut Promoinfo singen die Jungs irgendwelche Geschichten über Piraten (sehr aktuell :)), sofern ich das richtig verstanden habe, was ja auch schon mal als Trademark in diesem Metier herhalten darf. Doch was interessieren mich etwaige Storys, ich will zumindest halbwegs originelle oder zumindest gut geschriebene Musik hören und da wartet man bei A SAILOR’S GRAVE vergebens. Nicht ein Song, der mich wirklich überzeugen könnte, es sind meist vereinzelte Parts, die zu gefallen wissen. Wer die entdecken möchte, sollte sich an „Gunboat“ (schöner, flotter, gut abgehender Mittelteil), „Rorschach“ (noch besserer, flotter, gut abgehender Mittelteil) und besagtes „Nula Et Volvere“ (hat was Rock’n’Rolliges an sich) halten. Ach ja, bevor ichs vergess: der Sound ist auch nicht übel und unterscheidet sich wohltuend vom überproduzierten Konkurrenzmist.

Ich hoffe, dass die Jungs ihre Band mehr als Spaßprojekt sehen, denn große Erwartungen sollten sie mit Alben wie „Eponymous Bastards“ nicht verknüpfen. Metalcore, wie man ihn nicht wirklich braucht…

02.12.2008

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