Blood Court - The Burial

Review

BLOOD COURT aus Kassel ist ein Death-Metal-Duo, das mit „The Burial“ sein zweites Album veröffentlicht. Darauf findet sich gut eine halbe Stunde brutaler Todesstahl nach dem Vorbild großer Wegbereiter des Genres. Neben acht Eigenkompositionen hat sich die Band an zwei große Klassiker gewagt – einer ist naheliegend, einer etwas weiter entfernt.

BLOOD COURT haben einige Leichen im Keller

Keine Sorge, personell lassen sich den beiden Musikern keine Vorwürfe machen. Stefan, der alle Instrumente übernimmt, und Mike, der neben BLOOD COURT noch bei DARK HORIZON und REANIMATED am Mikrofon steht, sind ganz normale Musiker. Die Lyrics handeln jedoch genreüblich vom Metzeln, Morden und Meucheln. Songtitel wie „Blood Mill“, „Father Cannibal“ und „Dismemberment Command“ sprechen eine deutliche Sprache. Sowohl die instrumentale Darbietung als auch der tief gutturale Gesang machen dabei eine gute Figur.

Die Produktion lässt nichts anbrennen. Für Aufnahmen, Mix und Mastering sind BLOOD COURT ins Stage One Studio zu Andy Classen gefahren. Das hört man, denn die Eigenproduktion steht einem Labelrelease in nichts nach. Classens Exfrau Sabina (HOLY MOSES) steuerte zudem für das SODOM-Cover „The Crippler“ Gastvocals bei.

Stichwort Coverversion: Neben dem gelungenen SODOM-Track nimmt sich das Duo mit „I Cum Blood“ einen der Signature-Tracks früher CANNIBAL CORPSE vor. Da sich beide Bands das Genre teilen und Fronter Mike ähnlich tief kommt wie ein junger Chris Barnes, ist das Stück nah am Original – nur mit zeitgemäßer Produktion. Dabei fällt allerdings auf, dass die Kannibalen aus Florida selbst als Coversong mehr Wiedererkennungswert besitzen als BLOOD COURTs eigene Stücke.

„The Burial“ ist gutes Futter für Brutal-Deather

Mit ihrem zweiten Album legen BLOOD COURT eine solide Death-Metal-Scheibe vor, die ihre Anhänger finden wird. Zwar sticht noch kein Signature-Track heraus, dafür haben sich die beiden Musiker sichtbar Mühe mit einer klaren, ausdifferenzierten Produktion und einer wertigen CD-Optik gegeben. Somit lohnt es sich, die Scheibe auszutesten.

10.01.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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