Bury Tomorrow - The Union Of Crowns

Review

BURY TOMORROW sind eine fünfköpfige Metalcore-Band von der englischen Südküste, die mit „The Union Of Crowns“ ihren zweiten Longplayer an den Start bringt. Auf der Platte finden sich 14 kompakte Songs, von denen nur einer die Vier-Minuten-Marke überschreitet. Serviert wird stilreiner Metalcore, der auf die gängigen Stilmittel des Genres zurückgreift: melodische Gitarrenarbeit, Growls im Wechsel mit Clean-Gesang und jede Menge Breakdowns.

Jeder Oldschool-Metalhead wird wahrscheinlich nach einer Minute des Openers „Redeemer“ wild schimpfend die CD aus dem Player zerren – und zugegeben, der Clean-Gesang von Gitarrist Jason Cameron ist auch manchmal arg schwulstig. Andererseits: Genau deswegen scheiden sich ja auch die Geister an Bands wie KILLSWICHT ENGAGE, CALIBAN oder eben BURY TOMORROW. Letztgenannten muss man dennoch zugestehen, dass sie ein gutes Gespür für das Wechselspiel aus cleanen und aggressiven Vocals an den Tag legen. Und das Geröchel von Sänger und Frontmann Daniel Bates genügt zudem mindestens gehobenen Death-Metal-Ansprüchen. Hat man sich einmal auf diese fünf Jungs eingelassen, so gibt es für den geneigten Hörer mit Songs wie dem phasenweise Djent-lastigen „Lionheart“, dem eingängigen „An Honorable Reign“ oder dem an ARCHITECTS erinnernden „Bitemarks“ einige Perlen zu entdecken. Die Konzentration über die gesamten 14 Tracks aufrecht zu halten, fällt dann allerdings schwer. Hier und da hat sich dann doch etwas Füllmasse eingeschlichen.

„The Union Of Crowns“ ist ein solides Metalcore-Album, was vor allem für eingefleischte Fans des Genres interessant sein dürfte. Die fünf jungen Briten klingen frisch, direkt und sollten – sofern sie die Songs entsprechend auf die Bühne bringen können – besonders live für Furore sorgen können. Zu den Referenzbands fehlen noch ein paar Meter. BURY TOMORROW befinden sich aber in Schlagdistanz.

11.07.2012
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