Bury Tomorrow - Runes

Review

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Die Briten BURY TOMORROW haben 2012 mit „The Union Of Crowns“ sicherlich nicht das besonderste aller Metalcore-Alben herausgebracht – klar, ein paar ordentliche Songs hatte die Platte durchaus, aber viel zu viel Füllmaterial und im Gegenzug viel zu wenig Eigenständigkeit, um die Filler auszugleichen. Zwei Jahre später meldet sich die Band nun mit Album Numero drei zurück – und lässt meine Kinnlade einfach mal ein ordentliches Stück gen Boden herabklappen. Zwar haben sich BURY TOMORROW mit „Runes“ ganz sicher nicht neu erfunden, aber holla, sie sind wesentlich intensiver, eingängiger und, ja, auch eigenständiger geworden als sie es noch auf dem Vorgänger waren.

Man kann „Runes“ also attestieren, ein ganzes Stück besser zu sein als „The Union Of Crowns“ – und dabei tue ich mich ein wenig schwer, auszumachen, woran das liegen könnte. Ein Punkt ist sicherlich der Sound: Der gestaltet sich auf „Runes“ nicht so mager wie zuvor, ist zwar immer noch sauber und klar, aber mit mehr Druck und mit weniger Plastik. Auch die Strukturen der einzelnen Songs – bereits auf dem Vorgänger eine der Stärken von BURY TOMORROW – kommen mit ordentlich Dynamik daher, allerdings wird der Klargesang des Gitarristen Jason Cameron diesmal wesentlich cooler mit den Shouts von Daniel Winter Bates vermengt, beide Sänger und ihre Gesangsstile wechseln sich unvorhersehbarer miteinander ab, genauso wie auch die Instrumentalfraktion gekonnt mit den Polen Laut und Leise spielt.

Und so präsentieren BURY TOMORROW eine ganze Reihe ordentlicher bis extrem starker Songs: Der Opener „Man On Fire“ und das darauffolgende „Shadow, A Creator“ sind beide mit sehr starken Clean Vocals und Hooklines ausgestattet; „Watcher“, in dem der neue Leadgitarrist Kristan Dawson zeigen darf, was er draufhat; „Another Journey“, das zwar in Riffing und Struktur ein wenig nach Standard-Metalcore-Song klingt, aber ordentlich voranfetzt; das auf schickem Melo-Death-Riffing aufbauende „Year Of The Harvest“ … man könnte so weitermachen, „Runes“ strotzt nur so vor tollen Songs. Auch, wenn das balladeske Zwischenspiel „Divine Breath“ ein wenig berechnet und unnötig wirkt – hätte man lassen können, braucht wahrscheinlich keiner auf einem solchen Album.

Aber auch wenn mancher vielleicht finden mag, das Material an sich sei nicht so hart wie auf dem Vorgänger, wird dies für mich durch den fetteren Sound und auch einfach durch die Klasse der Songs ausgeglichen – BURY TOMORROW haben sich mit „Runes“ in fast jeder Kategorie verbessert und sind von einer ordentlichen zu einer sehr interessanten Band geworden. Klarer Tipp für jeden, der KILLSWITCH ENGAGE auch mit Howard Jones am Mikro mochte und dem sich bei dem Gedanken an die mittleren CALIBAN-Alben nicht die Fußnägel hochbiegen.

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23.05.2014

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