Fateful Finality - Desolation

Review

Mit „Desolation“ veröffentlichen FATEFUL FINALITY ihr sechstes Album. Optisch beschreiten die Thrash-Metaller neue Wege: Die Comic-Optik des Covers fällt sofort auf. Dem Endprodukt soll ein kompletter Comic beiliegen, was Fans physischer Formate zusätzlich freuen dürfte. Musikalisch bleiben die Schwaben auf vertrauten Pfaden und liefern ihre eigene Interpretation des Thrash Metals.

FATEFUL FINALITY besingen Missstände in Comic-Optik

Inhaltlich behandelt „Desolation“ die Missstände dieser Welt und der durchschnittlichen Person: Machtmissbrauch, Unterdrückung von Minderheiten und die lähmende Routine des Alltags. Die beiden Sänger Simon Schwarzer und Patrick Prochiner, die sich auch die Gitarrenarbeit teilen, brüllen ihre Wut deutlich hörbar heraus. Der Gesang wechselt zwischen Death-Metal-Growls und klassischen Thrash-Shouts und sorgt mit weiteren Nuancen für ein abwechslungsreiches Gesamtbild.

FATEFUL FINALITY haben die Durchschlagskraft ihrer Kompositionen gesteigert und treffen genau den Punkt zwischen Härte, Eingängigkeit und Melodie. Kein Track sticht zwingend heraus, da alle genug Abwechslung bieten. Besonders die immer wieder eingestreuten Twin-Leads fallen positiv auf. Hinzu kommen der vielseitige Gesang und präzise Blasts. Die Produktion im Studio von Eike Freese zahlt sich aus und klingt zugleich druckvoll und organisch.

Das hohe Niveau halten die Baden-Württemberger bis zum Ende. Während andere Bands ihre stärksten Singles an den Anfang stellen und später auch mal Füllmaterial bieten, liefern FATEFUL FINALITY zwölf durchgehend singlewürdige Tracks.

„Desolation“ ist ein Thrash-Ausrufezeichen

Mit ihrem sechsten Album legen FATEFUL FINALITY ein fokussiertes, modernes Thrash-Metal-Album vor, das seinen Vorgänger in allen Belangen übertrifft. Zwar klang „Emperor Of The Weak“ bereits überzeugend, doch mit „Desolation“ muss sich das Quartett nicht vor der Konkurrenz verstecken. Nach fast 20 Jahren Bandgeschichte dürfte ihnen mit dieser Platte der Sprung vom Geheimtipp zu größerer Bekanntheit gelingen.

05.05.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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