Fen - The Malediction Fields

Review

Nach der „Ancient Sorrow“ EP von 2007 legen die vor gerade einmal drei Jahren gegründeten FEN nun nach und präsentieren mit „The Malediction Fields“ ihr Debütalbum. Auf gänzlich unkonventionelle Weise kombinieren die Engländer dabei Elemente des Black Metals mit Prog/Post-Rock und in geringem Masse Folk als auch Ambient, dass es eine wahre Freude ist.

Atmosphärische Ambient Klanglandschaften, bittersüße Akustik Passagen, harsche und gleichzeitig furiose Black-Metal-Ausbrüche, ein wenig Bombast, vielseitig, offen und experimentierfreudig zeigen sich FEN. So ist der Metal sehr atmosphärisch und durchgehend zumindest schwarz angehaucht, bewegt sich dabei meist in mittleren Temporegionen. Gleichzeitig wirkt die Musik ziemlich eigenständig, zumindest will mir derzeit gerade keine Band einfallen, welche exakt wie diese Briten tönt. Als kleiner Versuch sei eine Mischung aus AGALLOCH, NEGURA BUNGET, PRIMORDIAL und BURZUM genannt, aber das trifft es auch nur sehr unzureichend.

Die Songs sind wirklich klasse strukturiert, abwechslungsreich und spannend, versehen mit einer dunklen, depressiven und hoffnungslosen Grundstimmung, welche mal eher wütend, aggressiv, dann wieder verhalten bis hin zu hochdramatisch pendelt. Ganz große Momente sind es, wenn sich zu den sägenden Gitarren, den rauen Schreien noch ergreifende klare Chöre gesellen. An dieser Stelle muss jedoch angemerkt werden, dass der Kreischgesang stark ist, der klare Gesang aber nicht so ganz mitzuhalten vermag, gerade hier sehe ich noch etwas Verbesserungspotential.

Mit „The Malediction Fields“ ist Fen ein sehr emotionales, atmosphärisch dichtes und fesselndes Album geglückt, welches wunderbar unterschiedliche Stile miteinander verbindet, dabei aber trotzdem noch seinen rauen Charakter beibehalten hat, nicht verwässert ist. Sehr schön!

10.01.2009

Geschäftsführender Redakteur (stellv. Redaktionsleitung, News-Planung)

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