Festung Nebelburg - Zurück Ins Waldland

Review

FESTUNG NEBELBURG ist das Soloprojekt des Musikers Nattulv, das mit „Zurück Ins Waldland“ die dritte Platte veröffentlicht. Der Vorgänger „Zwischen Den Jahren“ ist zehn Jahre alt und kam beim Kollegen Möller damals nicht gut an. Die Mischung aus Black- und Pagan Metal – insbesondere in deutscher Sprache vorgetragen – bewegt sich seit jeher auf dem schmalen Grat zwischen Fremdscham und Epik. Wo verortet sich also „Zurück Ins Waldland“?

FESTUNG NEBELBURG – Metal aus dem bayrischen Wald

Musikalisch bewegt sich „Zurück Ins Waldland“ im klassischen Pagan-Black-Metal. Das funktioniert über weite Strecken gut: Riffs und Drumming sind stimmig, und auf einen übermäßigen Schunkel-Anteil verzichtet das Projekt. Der Gesang von Nattulv, der auf „Zwischen Den Jahren“ ein Kritikpunkt war, bleibt auch hier gewöhnungsbedürftig, ohne jedoch wie eine „Hitparade der Volksmusik“ zu klingen. Es dominieren sehr kratzige Clean Vocals, die zum Genre passen, aber nicht zur Oberklasse gehören. Angesichts der vielen harten Passagen und eingestreuten Blast Beats wäre ein höherer Scream-Anteil sinnvoll gewesen.

Die Texte sind einerseits interessant, da sie wenig genutzte Themen behandeln, greifen andererseits jedoch häufig auf Haus-Maus-Reime zurück, was in Verbindung mit dem klaren Gesang etwas unbeholfen wirkt. Die Produktion der Platte geht in Ordnung: Etwas mehr Druck im Tiefton-Segment hätte gutgetan, ansonsten leistet sich die Eigenproduktion kaum Schwächen. Auch optisch weiß „Zurück Ins Waldland“ mit Artworks von The Autumn Arts und einer ansprechenden Digipak-Verpackung zu überzeugen.

„Zurück Ins Waldland“ ist rundum solide

Mit dem dritten Album feiert FESTUNG NEBELBURG gleich mehrere Jubiläen: 20 Jahre Bandgeschichte, 18 Jahre Debüt „Gabreta Hyle“ und zehn Jahre „Zwischen Den Jahren“. Entstanden ist eine solide Veröffentlichung, die viele Kritikpunkte des Vorgängers hinter sich lässt. Einige Aspekte bleiben Geschmackssache, fallen aber weniger ins Gewicht als zuvor.

24.01.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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