Furze - Caw Entrance

Review

Im Promomaterial des Projekts mit dem ungünstigsten Namen aller Zeiten die Worte „FURZE Penetration“ zu lesen, ist fast etwas zu viel des Guten. Nichtsdestotrotz ist das genau, was der Kopf hinter dem Projekt Woe J. Reaper mit seinem achten Album “Caw Entrance“ erreichen möchte und zu dem Zweck macht er sich auf seine experimentelle Art und Weise ans Ergründen der menschlichen Psyche.

“Caw Entrance“ hat unterhaltsame Momente

Dem Thema des Sounds und der Produktion von “Caw Entrance“ muss man sich eigentlich kaum noch widmen. Das Album klingt, als hätten FURZE es auf einem Kassettenrecorder in der Garage aufgenommen. Das ist aber durchaus so gewollt und sorgt bei Oldschool-Fans für Ekstase, bei der moderneren Hörerschaft eher für Frustration.

Auf ihre künstlerisch-experimentelle Art haben FURZE ein unterhaltsames Album geschrieben. “Post Mortem Trippin‘“ klingt mit Blasinstrumenten und Gong wie der Titel schon vermuten lässt etwas als hätte ein Poltergeist ihn geschrieben während “You Shall Prevail“ an der Gruselfront mit einem gesprochenen Text, der durch die dünne, nasale Stimme von Woe J. Reaper eher albern wirkt, nicht so recht überzeugen kann.

FURZE sind für Liebhaber

Zu empfehlen ist “Caw Entrance“ nicht unbedingt. Wer sehr experimentellen Black Metal bereits kennt und mag und zwischen wilden Soundeffekten, Schweinegrunzen und zehnminütigen GehirnFURZEn irgendeine Art von Gefühl oder Selbsterkenntnis erreichen kann, darf für FURZE-Verhältnisse aber ein relativ solides Album erwarten.

04.04.2024

"Es ist gut, aber es gefällt mir nicht." - Johann Wolfgang von Goethe

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