Ilid - The Shadow Over Arkham

Review

Ich weiß nicht ob hier noch jemand die RAINBIRDS kennt. Oder KIM WILDE, BLONDIE und ähnliche Popikonen der Frühzeit. In diesem Fahrwasser segeln nämlich ILID aus dem Lande der vorbildlich mediteranen Pasta-Küche. Textlich und musikalisch geht es nach Aussage der Band um die Kraft der Liebe, Emotionen, Relaxen und weiche spannungsfreie Momente. Das stimmt nachdenklich. Zumindest hinsichtlich der Tatsache, ob die Mini-CD „The Shadow Over Arkham“ überhaupt den Weg in meinen Player oder gleich als Dämmmaterial Verwendung finden solle. Nun, geben wir ILID eine Chance, aber nur eine kleine.

Der Opener „Envenomation“ beginnt ein wenig Basslastig, ganz nett, dazu die bereits nach spätestens zehn Sekunden sehr enervierende Stimme von Nastacia, die anscheinend den seinerzeit auf intellektuell getrimmten Gesang der RAINBIRDS wiederbeleben möchte. Schwierige Mischung, wirklich: Klaviergeklimper, manchmal schwere Gitarren, dazu fortwährend Midtempo. Und diese über allem thronende eigenwillige Stimme, irgendwie altmodisch, weniger an LACUNA COIL als vielmehr die Achtziger erinnernd. Der dritte Song „The Grief“ enthält eine Passage, die wirklich überzeugt, die losmarschierende Gitarrenfraktion, die den Refrain begleitet, das könnte sogar im Death- oder Thrashbereich aufhorchen lassen. Leider wird alles durch den leiernden Frauengesang überdeckt, diese ewiggleichen hoch intonierten Vocals in läppischer KIM-WILDE-Manier.

Manchmal wird das Geseie so schräg, dass man wohl vom Nichtkönnen der Vocalistin ausgehen muß. Dabei ist die (Begleit-)Band technisch durchaus akzeptabel. Nicht weltbewegend allerdings; wie ILID sich da im Haifischbecken der Konkurrenz behaupten wollen, ist mir ein Rätsel. Die vier gebotenen Songs sind allesamt halbgarer Pop ohne Gothicvibes: aber vielleicht wird eine Vollzeit-CD ja etwas differenzierter ausfallen. Allerdings müßte der Gesang dazu wesentlich entschärft werden; es müssen ja nicht gleich Growls aufgefahren werden, aber etwas weniger Stimmengeleiere und mehr Variation in Ausdruck und Klangfarbe der Vocals wäre viel effektiver. Obwohl, das würde auch nicht viel ändern, denn es wirkt sich schon extrem nachteilig aus, dass trotz der ackernden Gitarren bisweilen durchaus eine Nähe zu solch grauenhaften Bands wie SILBERMOND, JULI oder WIR SIND HELDEN gegeben ist. Wahrscheinlich ist da auch die Zielgruppe für solcherart Musik zu suchen, möglicherweise sind ILID die weniger auf verrucht machende und kabarettartig einherkommende Schwester von ROSENSTOLZ. Mir gefällt das nicht. Bah!

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21.03.2007

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