Liv Kristine - Enter My Religion

Review

Galerie mit 16 Bildern: MS 12:40 The Sirens - Summer Breeze 2015

Aus gegebenem Anlass mit der Grundausrichtung dieses Magazins im Hinterkopf eines vorweg: Das zweite Soloalbum der ex-THEATRE OF TRAGEDY-Sängerin berührt so gut wie nie die Grenzen zum Metal oder Gothic. Alle, die sich also schon über den Pop-Appeal, den ihre aktuelle Band LEAVES‘ EYES zuweilen mitbringt, aufregen, können hier getrost aufhören zu lesen.
Allen anderen sei ein wunderschönes, leichtfüßiges, einen wie Samt und Seide umgarnendes Pop-Album mit dezenter Gitarren- und Keyboarduntermalung ans Herz gelegt. Schon der Opener „Over The Moon“ besticht durch die immer zarter und süßer werdende Stimme der mittlerweile in Baden-Württemberg beheimateten Norwegerin und einer Ohrwurmmelodie, die einen von der ersten Sekunde an in ihren Bann zieht und nicht wieder los lässt. Mit einem klitzekleinen Schuß Härte ausgestattet tendiert besagtes Stück zusammen mit „My Revelation“ und „Trapped In Your Labyrinth“ wohl noch am ehesten in die LEAVES‘ EYES-Ecke.
Demgegenüber stehen einen zum Schmelzen bringende Träumereien wie das liebliche „Coming Home“, das ruhig-entspannt-romantische „Fake A Smile“ oder das herzerweichende Titelstück, die zu den wenigen einfach schönen, weil kitschfreien Perlen eines jeden „Kuschelrock“-Samplers gehören würden. Entweder rein akustisch untermalt, mit zurückhaltender Elektronik versehen oder hörbar von MADONNA beeinflusst („Take Me Higher“) spielt sich „Enter My Religion“ in die Herzen derer, die sich nicht schämen, den weichen Kern unter ihrer harten Schale offen zu zeigen.
Darüber hinaus hört man LIV KRISTINEs erstem Solo-Lebenszeichen nach acht Jahren die gesamte Spielzeit über an, wie innerlich gefestigt, zufrieden und glücklich die blonde Exil-Skandinavierin momentan ihr Leben lebt. Man könnte sogar meinen, die Geburt ihres Sohnes Leon hätte sie zu einer besseren Sängerin gemacht. So engelsgleich warm und gleichzeitig glasklar klang die Gattin von ATROCITY-Mastermind Alex Krull noch nie. Anders kann es auch nicht zu erklären sein, dass sie eine Band, ein Soloprojekt, die Gastrolle in der Formation des Göttergatten, den Job als Mutter und ihre Rolle als Ehefrau so problemlos unter einen Hut bekommt.
„Enter My Religion“ lädt dazu ein, in diese ausnahmsweise einmal zurecht heile Welt einzutauchen und für sich selbst die benötigten Emotionen und Fingerzeige herauszufiltern. Zuversicht, Lebensfreude und Optimismus auf der einen Seite, ein wenig Melancholie samt der tröstenden Schulter auf der anderen Seite, alles hat LIV KRISTINE samt einer gelungenen Coverversion des BRUCE SPRINGSTEEN-Klassikers „Streets Of Philadelphia“ parat.
Man muss sich nur darauf einlassen!

05.03.2006

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8 Kommentare zu Liv Kristine - Enter My Religion

  1. Anonymous sagt:

    Kann mir Jemand erklären welche Berechtigung das Album hat hier besprochen zu werden? Wieso der "verehrten" Dame sogar ein Interview in diesem Magazin zu Teil wird?? Nur weil sie vor Ewigkeiten mal bei ToT gesungen hat, welche selbst schon kaum mehr dem Metal zuzuorden ist? Also sorry, aber dann könnt ihr auch gleich Britney Spears und Konsorten mit aufnehmen. Die Frau hat einfach mit metal nicht am Hut, hat es wahrscheinlich nie gehabt, also bitte ignoriert sie doch endlich, was anderes hat sie von dieser Szene nicht verdient. Die Rekation im Interview-Thread zeigt doch, wie viele Leute sich so eine Musik von so einer Klischee-Tante wünscht, das ist so gut wie Niemand!

  2. Anonymous sagt:

    Danke, ich bleib‘ lieber draußen…

  3. Anonymous sagt:

    "Zu viel Zuckerguss verdirbt den Magen!" Das geträller von Liv Kristine mag zwar ganz nett sein, geht aber einem auf dauer doch ziemlich auf die Nüsse. Schon das letzte Album von Leaves Eyes war ein eher ermüdender verschnitt aus Within Temptation und Nightwish, nicht wirklich schlecht, aber eben nur mittelmaß. Für die meisten Metaller dürfte die Dame sowieso kaum bis gar nicht zu ertragen sein, Gothics und Fans von Leaves Eyes sowie Nightwish können hier jedoch bedenkenlos zusdchlagen. Mir ist das, selbst als großer Fan von Nightwish, zu seicht und zu Pop-lastig. Das Volk giert eben nach Mittelmaß, was es auch mit dieser Platte, aber auch mit der neuen Bloodhund Gang serviert bekommt.

    5/10
  4. matthias ehlert sagt:

    Mehr ist nicht drin… Madonna ist groooooß, für Liv kann sie nicht Vorbild sein, dafür ist Liv zu klein… sie kann Madonna nicht mal sehen, geschweige denn ihr nacheifern… Nein, das ist kalkulierte Popsülze viertklassiger Art, vielleicht tauglich für den Europe-Contest, wenn unbedingt 0 Punkte geholt werden sollen…

  5. dark summoning sagt:

    Wo gehts hier zu den Robbie Williams Rezensionen….
    2 Punkte gibts für das Coverbild, genau 2….;)

    2/10
  6. Anonymous sagt:

    TOLL finde ich, dass sich die Gothic Metal Sängerin hier und da ihren Popprojekten zuwendet und sich auf keine Musikrichtung beschränkt.
    TOLL finde ich sie als experimentelle Künstlerin.
    TOLL finde ich ihre elfenhafte Stimme, den süßen Sopran – diese Reinheit.
    TOLL finde ich sie als Frontfrau von den alten Theatre Of Tragedy und Leaves‘ Eyes.
    TOLL finde ich die Musik dieser beiden Bands.Insbesondere Leaves Eyes!
    TOLL finde ich ihre Ausstrahlung-
    TOLL finde ich das CD Cover dieses Albums.
    DOCH – ich kann das ALBUM nicht toll finden, weil es ganz einfach nicht meine Musikrichtung ist.
    Für mich bleibt Liv Kristine Epanaes Krull, bei allem Respekt und aller Achtung, die Königin des Gothic Metal – nicht des Pop!

    6/10
  7. paulamarija sagt:

    An Horowitz:
    Liv Kristine ist die Frontfrau von LEAVES EYES die SEHR WOHL METAL sind
    Nur weil sie nicht so dumm ist und sich nicht auf eine Musikrichtung beschränkt, sondern als Künstlerin experimentiert, heißt das noch lange nicht, dass sie kein Interview und keine CD Review auf einer METAL SEITE verdient hat!

    6/10
  8. Anonymous sagt:

    Experimentiert? Liv verramscht ihr nicht vorhandenes Talent in öden Projekten, dieses inflationäre narzißstische Sich-Zurschaustellen nicht begabter "Künstler" ist ja "in" im Moment, das triffts wohl eher. Das Cover ist ebenso geschmacklos, wie man das von Leaves Eyes bereits gewohnt ist…