Mae's Lost Empire - These Words Have Undone The World

Review

Ein ziemlich cooles Debüt liefern die Briten MAE’S LOST EMPIRE mit „These Words Have Undone The World“ ab. Ich bin kein Emo-Freak, auch niemand, der eine Laudatio hält auf junge Bands, welche sich pseudo-alternativ vermarkten lassen. Hier jedoch haben wir auch eine ganz anders vorgehende Band. MAE’S LOST EMPIRE aus Sheffield verbinden Progrock mit Alternative, kreieren eigenwillige Breaks, kontrastieren Shouts und schräge helle Gesänge mit vielen bunten Melodien, welche sie sich lässig aus dem Ärmel schütteln. Es ist dies so ein Album, dass in der Flut der Veröffentlichungen unterzugehen droht, jedoch zu Unrecht, denn hier haben wir ein kleines Juwel in den Händen. Einmal gehört, fällt die Klasse noch nicht so auf, beim zweiten mal stellt sich Verwunderung ein, dann, zumindest bei mir, purzeln die Pluspunkte.

Könnte man THE MARS VOLTA als Bezugspunkt heranziehen? Oder COHEED & CAMBRIA? Vielleicht. Was mir außerordentlich gefällt, ist diese Art des Gitarrenspiels, denn die Elektrische steht niemals still, soliert, nimmt Melodielinien auf, setzt sich über Genregrenzen hinweg. Und der ausdrucksstarke Gesang tönt sehr charismatisch. Immer wieder durchkreuzt die Band unsere Pläne und immer macht sie das mit Verve und Klasse. Haken schlagend setzt sie sich vor …TRAIL OF DEAD, lässt Emogejaule woanders stattfinden, stürzt sich stattdessen ins unbequeme, interessantere Element.

Und das ist im Untergrund zu finden, da, wo Ideen, Kunst, Chaos und Kontraste die Sinne verwirren. Da spielen die Engländer mit allem, was in den Soundkosmos eingebaut werden kann. Einerseits beleuchtet die Band das Individuelle, subjektive, andererseits versucht sie zu ordnen, Gemeinsamkeiten zu schaffen. Diese Musik ist städtisch, jugendlich, voller Feuer. Auch Fehler können da nicht ausbleiben, denn manch ein Song ist dem anderen zu ähnlich, aber dann kommen wieder diese tollen wilden Passagen und versöhnen…

Mir gefällt dieses Gebräu ziemlich gut. Die fein produzierte CD MUSS mehrfach gehört werden; sie hat es verdient. Urbane moderne aufgeschlossene Mitbürger fordere ich hiermit zum konzentrierten Reinhören auf.

08.12.2010

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