Molly Hatchet - Warrior Of The Rainbow Bridge

Review

Schwer war es für Bobby Ingram, Gitarrist der Südstaatenrocker MOLLY HATCHET. Seine Frau verstarb völlig unerwartet im April vergangenen Jahres, während er sich gerade auf einer Amerikatournee befand. Für ihn beutete dies, sich nun umso mehr auf die Arbeiten des neuen Albums „Warriors of the Rainbow Bridge“ zu konzentrieren. Der Gitarrist nutzte seine Emotionen vor allen dazu, um ein weiteres intensives und dynamisches Album zu schreiben. Auch das aktuelle Album ist wieder stark im Southern Rock verwurzelt. Vor allem für ihre Kontinuität sind MOLLY HATCHET bekannt. Diese führen sie auch auf dem neuen Album in bekannter Manier weiter. Der Sound klingt nach wie vor ziemlich retro, weshalb gerade das ältere Publikum auf den Plan gerufen wird. Die Musik wirkt zwar relativ ansprechend, der Kick bleibt aber indes aus. Alles in allem wirkt es irgendwie ausgelaugt und mag auch nach längerer Zeit nicht so richtig zünden. MOLLY HATCHET untermauern die These einer ehrlichen Rockband, für mehrere Durchläufe finde ich ihr Songwriting allerdings zu schwach oder besser ausgedrückt, nicht einzigartig genug. Ihren alten Fankreis dürfte aber „Warriors of the Rainbow Bridge nicht“ nicht verärgern. Diese erhalten ein nach wie vor typisches MOLLY HATCHET-Album, das vor allem wesentlich härter ausfällt als sämtliche Vorgänger. Neue Hörer wird die Band damit aber nicht erreichen. Sollten sich die alten Fans aber wunschlos glücklich schätzen, ist das eigentliche Grundziel doch schon mal erreicht. Auf Spielereien, zu Lasten des alten „Kundenstamm´s“, werden sich dich schon in die reiferen Jahre gekommenen Musiker ohnehin nicht mehr einlassen.

16.07.2005
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