Molly Hatchet - Live At Rockpalast 1996

Review

Nachdem die Southern Rocker MOLLY HATCHET nach ihrer Gründung Ende der 70er und besonders in den 80ern einiges an Wirbel um sich gemacht hatten, wurde es Ende der 80er und in den 90ern mächtig still um die Kombo. Ein Rechtsstreit zwischen Gründungsmitglied und Sänger Danny Joe Brown und Gittarist Bobby Ingram brachte der band schließlich größere Aufmerksamkeit ein als ihr zuvor versuchtes Comeback mit “Lighning Strikes Twice”. 1996 schließlich meldeten sich die Rocker aus Florida in neuer Besetzung zurück und feierten dies u.a. am 23. Juni 1996 auf der historischen Bühne der Loreley beim Rockpalast. Dieser Auftritt wurde mitgeschnitten und erscheint nun via MIG Music auf DVD.

Wie für Rockpalast-DVDs üblich, brilliert “Live At Rockpalast 1996” nicht gerade mit technischer Raffinesse, einer Menge Schnickschnack oder irgendwelchen Effekten. Schon die Aufnahme selbst beschränkt sich also aufs Wesentliche. Nur wenige starre Kameraperspektiven wechseln sich ab, es gelingt aber dennoch, einzufangen, worauf es ankommt: Die Band, das Publikum, die Umgebung, hin und wieder eine Großaufnahme, wenn es etwas Besonderes zu sehen gibt. Auch die Bildqualität der Aufnahme lässt schon auf kleinem Fernseher zu wünschen übrig, aber sei’s drum, denn was den eigentlichen Charme der Rockpalast-Aufzeichnungen ausmacht, ist zumeist ohnehin nicht die Verpackung, sondern was darinsteckt. Und das kann sich sehen lassen!

So fahren MOLLY HATCHET selbst bei ihrem Gig locker eine ganze Familienpackung Sympathiepunkte ein. Mit einem fetten Lächeln zeigen sich die Musiker auf der Bühne fast die komplette Länge der Show, sichtlich voller Spaß an dem, was sie tun, und Freude darüber, dass ihnen das Comeback gelungen scheint und sie wieder auf der Bühne stehen können, mit “Devil’s Canyon” ein neues Album am Start, das übrigens einen Tag nach der Show erschien und von dem natürlich auch einige der Titel des Sets stammten. Brown konnte, auch aufgrund seiner Diabetes-Erkrankung, zwar nicht dabei sein, doch Ersatzmann Phil McCormack lieferte zweifellos eine gute Leistung ab und verlieh den Songs mit seiner markanten, röhrenden Stimme einen interessanten, neuen Anstrich. Auch die bemerkenswerte Kulisse der Loreley trug mit Sicherheit zu der guten Stimmung des Konzerts bei.

Alles in allem muss jeder selbst entscheiden, ob er, um in den Genuss der Show selbst zu kommen, Abstriche bei der technischen Qualität machen kann. Für Fans ist die Aufnahme aber in jedem Fall lohnenswert.

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09.03.2013

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