Raven - ExtermiNation

Review

Nach ihrem gelungenen Comeback „Walk Through Fire“ kommt die NWoBHM-Legende jetzt mit einem neuem Album um die Ecke, das (fast) pünktlich zum 40-jährigen Bandjubiläum erscheint.

Und mit „Destroy All Monsters“ und „Tomorrow“ startet das Album auch in bester Heavy Metal-Manier. RAVEN klingen genauso wie auf ihren wegweisenden Alben aus den frühen Achtzigern. Der Unterschied: Der Sound ist besser, was Kevin 131 zu verdanken ist, der auch auf dem letzten Album der Toningenieur war.

Danach kommen mit „Fight“ und „Feeding The Monster“ zwei echte Anwärter auf den Titel „Heavy-Metal-Song des Jahres“. Anschließend nimmt man in „Fire Burns Within“ den Fuß vom Gaspedal, um es mit „Scream“ durchzudrücken. Allerdings zu sehr, denn der Rest des Albums beinhaltet keine Heavy-Kracher mehr. „One More Day“ hätte sich im Repertoire von THE ANSWER besser gemacht, und „Thunder Down Under“ ist eher eine Hommage an AC/DC als an IRON MAIDEN oder DEF LEPPARD.

„Golden Dawn“ ist das perfekte Intro zu „Silver Bullet“, denn beides ist nicht mehr als lediglich Füllmaterial. Das Album wird abgeschlossen von der Ballade „River Of No Return“. Es gibt aber noch einen Bonus-Track, der besser ist als so mancher Song auf dem regulären Album.

Und jetzt bleibt bei mir hauptsächlich noch ein großer Kritikpunkt: Das Album ist zu lang. Musste man wirklich eine Doppel-LP füllen, bloß weil man es kann? Aber nichtsdestotrotz bleibt unter dem Strich ein gutes Album, das Heavy Metal-Fans definitiv auf ihrer Liste haben sollten.

08.04.2015
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