Stubborn - Recycled New Improved

Review

Schon seit fast 15 Jahren treiben im Raum Emmendingen/Freiburg die Jungs von STUBBORN ihr Unwesen, brachten es bislang aber erst auf ein reguläres Album („Atmosfear“, 1999). Nachdem man nach eigener Aussage also länger für das neue Album benötigte als GUNS’N’ROSES für „Chinese Democracy“ (was rein rechnerisch allerdings nicht so ganz stimmt, aber egal…) liefern die Süddeutschen mit „Recycled New Improved“ ihr zweites, in Eigenregie produziertes Werk ab. Das Songmaterial besteht aus Tracks, die teilweise schon einige Jährchen auf dem Buckel haben, was der Homogenität des Longplayers aber keineswegs abträglich ist.

Da die Band in ihrem Factsheet was von Thrash Metal schreibt, erwartete ich zunächst ein Album, welches sich stark an der momentan grassierenden Thrashwelle orientieren würde, doch weit gefehlt. STUBBORN in eine Schublade zu stecken ist gar nicht so einfach, aber irgendwie erinnerte mich ihr Sound sofort an die 90er-Jahre als sowas wie Crossover recht populär war. Ebenfalls recht groß in jenem Jahrzehnt waren die Amis BIOHAZARD mit denen STUBBORN wohl auch schon mal gemeinsame Auftritte hatten und der Sound von „Recycled New Improved“ erinnert streckenweise stark an jene erfolgreiche Hardcoreband. Pumpende, schwere Riffs, meist im Midtempo gehaltene Songs, anstrengende, HC-lastige Vocals und hier und da ein paar fette Grooves. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit, STUBBORN lassen durchaus auch Einflüsse von Bands wie PANTERA, MACHINE HEAD oder gar IN FLAMES erkennen (das Riffing des Titeltracks erinnert mich ziemlich an die Schweden). Es ist halt modern, groovend, pumpend und sehr, sehr energetisch. Live dürfte die Band sicherlich richtig Freude machen, doch so auf Konserve muss ich zugeben, laufen mir einfach zu viele Tracks ins Leere. Man kann zwar überall ansprechende Parts ausmachen, aber Tracks wie „Homicide“, das von Samples unterlegte „Mindless“ oder das mit Megafonvocals angereicherte „Omega Red“ geben mir persönlich einfach nichts. Auf der Habenseite stehen dagegen Songs wie das wunderbar groovende „Unsane“, das von treibenden Riffs getragene „Hometown“, der mit hektischen Thrashriffs und einem eingängigen Refrain überzeugende Opener „The Soul Collector“ oder der bereits angesprochene Titelsong.

Irgendwie ist „Recycled New Improved“ weder Fisch noch Fleisch, wobei ich nicht ausschließen kann, dass dies manch anderer vollkommen anders sehen könnte. Macht euch am besten selbst einen Eindruck und besucht entweder die Myspace-Seite der Band oder ihre Homepage, um in einige der neuen Songs reinzuhören. Kompliment übrigens für die Produktion, die trotz schmalem Geldbeutel höheren Ansprüchen definitiv gerecht wird!

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26.04.2009

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