Ulver - Methamorphosis

Review

Ulver setzen mit ihrer neuen EP den neu eingeschlagenen musikalischen Kurs konsequent fort und haben somit die, für sie zu eng gesteckten, Pfade des ( Black ) Metal verlassen. Das diese Entwicklung nicht allerseits auf Verständnis stoßen würde war zu erwarten, so das die Mitglieder Ulvers „Diskussionen“ bezüglich Ihrer Person und Musik über sich ergehen lassen mußten. Zu diesen Ereignissen enthält die EP eine Notiz, die auch dazu Anhält oberflächliche Kommentare in Bezug auf die Mitglieder Ulvers und deren Musik doch freundlicherweise zu unterlassen. Die vier Tracks auf dieser EP sind anscheinend ein Vorgeschmack auf das neue Studioalbum Perdition City – music to an interior film, auf dem die Metamorphose Ulvers zu einer Band die sich, um ihre Gefühle auszudrücken, überwiegend elektronischen Elementen bedient, abgeschlossen sein wird. Die neuen Stücke besitzen nicht mehr ganz die strukturelle Tiefe und Komplexität des Vorgängeralbums Themes from William Blakes The marriage of heaven and hell, was nicht heißen soll, daß man die Anzahl der Ideen in einem Song reduziert hat, aber irgendwie habe ich das Gefühl das sich diese nicht mehr gleichzeitig abspielen sondern alle der Reihe nach. Der Opener Of wolves & vibrancy ist ein flottes, sehr technoid ausgefallenes Instrumentalstück, welches laut Info aber nicht repräsentativ für das neue Full-time-album sein soll. Die übrigen Stücke sind von ihrer Art den des Vorgängeralbums sehr ähnlich, haben aber eine eher düstere Grundstimmung, die wahrscheinlich die Atmosphäre von Perdition City widerspiegelt, die von der klaren Stimme Trickster G. wie ein Lichtstrahl durchbrochen wird und Hoffnung aufkeimen lassen solch einer Zukunfts(?)vision zu entrinnen. Diese vier Appetizer gefallen mir nicht ganz so gut wie die Stücke des letzten Albums, machen aber schon einmal neugierig darauf, was einen wohl in der Stadt der Verdammnis erwarten wird.

02.10.1999
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