
VERRAT aus Wien spielen laut eigener Angabe Metallic Crust und haben „Das Credo Der Angst“ im Oktober 2025 veröffentlicht. Nun liegt es bei uns auf dem Tisch. Schon nach kurzem Reinhören wirkt die Stilmischung interessant, sodass man sich mit der zehn Songs starken Platte beschäftigen möchte. Metal hat viele Facetten – welche haben die Wiener in ihrer Variante des Crusts verwoben?
VERRAT nutzen das Einmaleins des Death Metal
„Death Metallic Crust“ trifft den Sound der Band am besten. Der aus dem Todesblei bekannte HM2-Gitarrensound sägt unerbittlich aus den Boxen, während VERRAT so gut wie durchgehend im Hochgeschwindigkeitsbereich agieren. Die punkige Crust-Attitüde geht Hand in Hand mit der Stockholmer Schule. MOTÖRHEAD trifft ENTOMBED trifft Punk – so lässt sich der Klangmix beschreiben.
Dabei agieren VERRAT mit Spielfreude und Druck: Die Produktion von „Das Credo Der Angst“ ist zeitgemäß und voluminös. Ein Großteil der Texte ist auf Deutsch, bleibt jedoch wegen der rotzig-röhrenden Stimme des Sängers oft schwer verständlich. Das stört nicht, denn die angepisste Attitüde kommt durch die Stilmischung ohnehin klar rüber.
Vom Opener „Der Hass Aufs Leben“ über das pointierte „Lüge Und Schein“ bis zum vielseitigen, sechsminütigen Rausschmeißer „Der Tag Der Abrechnung“ liefert der österreichische Vierer temporeiche, mobilisierende Stücke, die live schnell zünden dürften. Hier können Fans von HAIL OF BULLETS, PHANTOM CORPORATION und THE ROTTED zusammenfinden – alle entdecken Elemente, die zu ihnen passen.
„Das Credo Der Angst“ ist kurzweilig
Durch die vielseitigen Einflüsse und den starken Sound bietet das neue Album von VERRAT genug Gründe, als Fan extremerer Metal-Spielarten ein Ohr zu riskieren. „Das Credo Der Angst“ ist Prügelei mit Haltung.

Jannik Kleemann































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