Black Listed Friday
Die 6+6+6 der Woche

Special

Der „Black Listed Friday“ leuchtet heute in allen denkbaren Schwarztönen. Das Oberthema der „6+6+6 der Woche“ lautet „V-Leute unter Bücherwürmern“. Es geht also weiterhin um Bildung.

metal.de bleibt stabil.

Die 6 literarischen Einlassungen zum Thema, die zusammen ungefähr 6,66 kg auf die Waage bringen

1. Daniel Ekeroth: Schwedischer Death Metal, Index Verlag, 2. deutsche Ausgabe: 2009 (Hardcover/760 g)

2. Michael Moynihan & Didrik Soderlind: Lords Of Chaos. Satanischer Metal: Der blutige Aufstieg aus dem Untergrund, Pro Media GmbH, erweiterte und überarbeitete Ausgabe: Zeltingen-Rachtig 2003 (Paperback/670 g)

3. Andreas Hertkorn: Seven Metal Inches. 40 Years Of Picture 7’s In Extreme Metal, Seven Metal Inches Records, Neuauflage: Berlin 2020 (Hardcover, 1870 g)

4. Matthias Herr: The Black Metal Bible, Verlag Matthias Herr, Berlin 1998 (Paperback/1270 g)

5. Peter Beste: True Norwegian Black Metal. We turn in the night consumed by fire, Vice Books, Brooklyn, NY 2008 (Hardcover/1910 g)

6. Linus Volkmann: heimweh to hell, Ventil Verlag, Mainz 2003 (Paperback/180 g)

Die 6 Fragen, die sich im Angesicht des Buchstabens „V“ im Plattenregal stellen

1. VOIVOD oder VEKTOR?
(Antwort: Musikalisch betrachtet beide. Gegen VOIVOD, sicher wohl die besseren Typen, kann einerseits im Prinzip nichts gesagt werden, denn: Hier stimmt zwischen Thrash, Krach, Melodie und Körgull fast immer fast alles. Und Letzterer steht den übrigen Band-Maskottchen seit der mittlerweile legendären Mascot-Case-Affäre 1998 auch nicht grundlos offiziell vor. Andererseits bauen die anderen Typen einen handelsüblichen VOIVOD derart entschlossen und virtuos zu einem gleichsam filigran konstruierten wie stahlharten und obendrein schwarz fauchenden VEKTOR aus, dass der Trip in die unendlichen Weiten als zwingende Notwendigkeit erscheint. Dieses Monster ist erschaffen für das Extra-Terrestrische. Bei deren Expeditionen salutieren WATCHTOWER auf der einen und NOCTURNUS auf der anderen Seite der Abschussrampe – und schieben dem restlichen Auditorium bei Bedarf für kleines Geld die Kinnlade wieder nach oben. Man muss ja als Musiker heute sehen, wo man bleibt.)

2. Wie konnte man jemals so weit gekommen sein, die eine oder andere (vereinzelte!) Nacht ohne Kutte geschlafen zu haben? VULTUREs Werke sezieren die eigene moralische Unzulänglichkeit messerscharf und gnadenlos.

3. Bildeten Artwork, Titel und Musik je eine derartige Einheit wie auf VOLTRONs Nautic Doom-Koloss „Kaventsmann“?

4. Bei aller offensichtlichen Berechtigung der VOODOO GLOW SKULLS, wenn die unweit von VENOM stehen – warum vermisst praktisch niemand VICE mit „Made For Pleasure“?

5. Ist es statthaft, sich mit unmotivierten Verweisen auf Jasonic oder „diese schwierige Phase“ davor zu drücken, jede Platte von VOIVOD (s. o.) zu erstehen?

6. Kichern wirklich alle anderen auch immer noch jedes Mal wieder verschämt, wenn sie eine alte VIXEN-Scheibe in die Hand nehmen, oder lügt man sich da nicht in die (Billard-)Tasche (vgl. RICHIE KOTZEN a.a.O.)?

6 mal „Kleinvieh macht auch Mist“

1. „Ancient terror, of the snows. Wyrm of ice, where the north wind blows. Hollow song, and alien form. Frozen death, its primeval storm.“ (THE GATES OF SLUMBER, „Ice Worm“)

2. „Der Wurm höhlt das Fleisch aus, der Wurm bringt den Garaus. Milliarden von Fäden: grauschwarz und feuchtwarm … Es sind Milliarden. Vollkommen wehrlos!“ (BELMEZ, „Wurmland“)

3. „Worship the worm as it consumes your ‚eternity‘, worship the Worm as it conquers your humanity!“ ACID WITCH, „Worship The Worm“)

4. „Purulent torso is a perfect maggots meal, spilt cerebrospinal fluid is sucked up with zeal!“ (CARCASS, „Maggot Colony“)

5. „W*** I*******, w*** i*******, w*** i*******, I m*** f*** h** w*** i*******, w*** i******* c***!“ (CANNIBAL CORPSE, „W*** i*******“)

6. „Cover“ (PESTILENCE, „Consuming Impulse“ (Anm.: „The original cover art depicted a group of people eating each other. At the last minute before release, without the band’s permission Roadrunner Records, replaced the image much to the band’s dismay.“ (metal-archives))

29.05.2026
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