
Fantasy Filmfets Nights 2026
Drei Filme in drei Tagen
Special
18.04.2026: „Nightborn“

Darum geht’s: Jon (Rupert Grint) und Saga (Seidi Haarla) haben die perfekte Beziehung. Das einzige, das zu ihrem Glück noch fehlt, sind Kinder. Damit diese in der Natur aufwachsen können, zieht das Paar in Sagas Elternhaus in den finnischen Wäldern. Nach der Geburt ihres Sohnes, merkt Saga sofort, dass mit ihm etwas nicht stimmt, doch ihr Umfeld und Ehemann Jon sind sich sicher, dass sie einfach überfordert ist. Was ist die Wahrheit?
Nichts ist gruseliger als die Realität
„Nightborn“ beginnt mit einer kurzen Botschaft von Regisseurin Hanna Bergholm, die unter anderem für den Film „Hatching“ bekannt ist. Ihr neuer Film ist nicht nur Fiktion, sondern auch von Bergholms eigenen Erfahrungen des Mutter-Seins geprägt und befasst sich hauptsächlich mit diesem Thema. Der Film kommt dabei völlig ohne Jumpscares aus und erschafft mit dunklen Bildern eine düstere, wilde Atmosphäre, die den ungezähmten finnischen Wäldern in nichts nachsteht. Ohne Jumpscares heißt aber natürlich nicht ohne Body Horror, der bei „Nightborn“ im Vordergrund steht.
Obwohl auch externe Faktoren (und Kreaturen) ihren Weg in „Nightborn“ finden, ist der wahre Horror des Films die Erfahrung von Saga als Mutter. Dabei wird nicht nur thematisiert, was Schwangerschaft und Geburt für körperliche Auswirkungen auf sie haben, sondern auch, wie ihr Umfeld sie mit ungebetenen Meinungen und Observationen zu ihrem Sohn und ihrem Umgang mit ihm überschütten. Auch ihr eigener Mann Jon, der sich bemüht, Saga zu unterstützen, aber sich einfach nicht in sie hineinversetzen kann, denkt, er wüsste es besser und dass seine Frau einfach überfordert ist.
Gerade deswegen ist „Nightborn“ ein wertvoller Film für alle Arten von Zuschauer:innen. Die einen können sich mit Sagas Erlebnissen identifizieren, die anderen verstehen durch die Perspektive hoffentlich ein kleines bisschen mehr – was es heißt, Mutter zu sein, wie vielschichtig die Beziehung zwischen einer Mutter und ihrem Kind ist und vor allem wie viel eine Mutter bereit ist, für ihr Kind zu opfern. Als kleinen Bonus enthüllt der Abspann, dass die Growls im Film von Max Cavalera stammen. „Was für Growls“, fragt ihr euch? Das findet ihr am besten selbst heraus.
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Louisa Esch



























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