Illumishade
"Musikalisch haben wir uns keine Grenzen gesetzt."

Interview

ILLUMISHADE sind eine Band um Fabienne Erni und Jonas Wolf (beide ELUVEITIE), die gerade ihr zweites Album „Another Side Of You“ herausgebracht hat. Wir haben uns mit den Beiden zusammengesetzt und ein kleines Gespräch über die aktuelle Entwicklung der Band geführt.

F: Fabienne Erni
J: Jonas Wolf

Hi zusammen! Gehen wir doch erst einmal zurück zu den Anfängen. Wieso habt ihr ILLUMISHADE vor fünf Jahren ins Leben gerufen? Mit ELUVEITIE als aktive Tourband muss man ja auch Zeit dafür finden.

F: Tatsächlich hat alles in der Schule begonnen! Wir suchten nach einem kreativen Freiraum, einem Projekt oder halt einer Band, in dem wir uns ohne Einschränkungen entfalten können. Kreativ zu sein, ohne in Schubladen gedrängt zu werden. Und genau das haben wir mit ILLUMISHADE gefunden!

„Another Side Of You“ katapultiert euch auf die große Bildfläche dank Labeldeal mit Napalm Records. Habt ihr das Debüt damals bewusst in Eigenregie veröffentlicht und wollt jetzt den nächsten Schritt gehen, oder ist das mehr natürlich so gekommen?

F: Alles hat sich ganz natürlich entwickelt. Anfangs war es gar nicht unser Ziel, ins Studio zu gehen und das Projekt weiterzuführen. Aber irgendwie fanden wir alle so viel Freude an den Songs, dass wir das Gefühl hatten, wir müssen damit weitermachen. Das Crowdfunding hat uns dabei natürlich enorm geholfen. Nach drei Jahren haben wir dann einen Punkt erreicht, an dem wir uns bereit fühlten, uns mit jemanden zusammenzutun. Es gibt neben der Musik so viele andere Aspekte, die das Leben einer Band ausmachen. Und in diesem Moment kam Napalm Records gerade richtig!

Illumishade - Another Side of you

Wie entwickelt sich euer Sound vom Debüt zu „Another Side Of You“ weiter? Ihr sprecht von einem moderneren Ansatz in Musik und Lyrics.

J: Musikalisch haben wir uns keine Grenzen gesetzt. Die Einflüsse aller Bandmitglieder unterstreichen dies. Neu sind 8-String-Riffs und Mundart-Lyrics, mit „Cyclone“ auch ein epischer Longtrack. „Cloudreader“ ist sicherlich auch poppiger als alles auf dem ersten Album.

Apropos Lyrics: Habt ihr so etwas wie einen roten Faden auf dem Album und was sind die Kernthemen auf der Scheibe?

J: Das Album ist persönlicher und vielfältiger als „Eclyptic“. Die Lyrics spiegeln das Leben mit seinen Konflikten und Wendungen, wie wir alle sie kennen, wider. Liebe, Verlust, Zugehörigkeitsgefühle, Innere Turbulenzen. Der Kern ist unser emotionales Zentrum.

Was mir aufgefallen ist, ist die Groß- und Kleinschreibung mancher Tracks (bspw. „ELEGY“, „ENEMY“ oder „ECLYPTIC“ bei eurem Debüt). Was steckt dahinter?

J: Nicht wahnsinnig viel. Während wir die Reihenfolge zusammengestellt haben, kam das zu Stande und wir fanden die visuelle Ästhetik cool. Zudem waren Songs wie „ENEMY“ bereits in caps lock veröffentlicht worden.

Mit „Verliebt“ ist ein in mehrerlei Hinsicht besonderer Song auf „Another Side Of You“. Er ist auf Schweizerdeutsch und mit Coen Jansen von EPICA habt ihr einen Gast am Klavier an Bord. Was ist die Geschichte zu dem Song?

F: Das Singen in Schweizerdeutsch für „Verliebt“ war für mich eine ganz neue Erfahrung und etwas ganz Besonderes. Neben dem Singen in Schweizerdeutsch war das Recording auch ganz speziell für mich, da wir uns für einen One-Take entschieden haben (ich habe also den ganzen Song am Stück eingesungen) was den Gesangstake “imperfekt” aber gerade dadurch so ehrlich wie nur möglich macht.

Zur Geschichte: Das Demo zu „Verliebt“ entstand schon vor sieben Jahren. Ich habe das Demo den Jungs in unserem Bandcamp in den Bergen im Sommer 2023 gezeigt – und dort haben wir entschlossen, den Song auf das Album zu nehmen. Durch unsere gemeinsamen Auftritte mit ELUVEITIE haben wir die Musiker*innen von EPICA kennengelernt. Wir wussten, dass Coen dem Song das gewisse Etwas verleihen kann, was sich schließlich auch bestätigt hat! Er hat dem Song wirklich seine persönliche Note verliehen und ihm zusätzlich einen Hauch von Magie beigemischt.

Welche Bands beeinflussen euch musikalisch? Ich muss sagen, ich find’s schwer, euch einem Genre zuzuordnen.

J: Das ist auch gut so. Wir lassen uns als Band nicht in Genreboxen zwängen. Unsere Einflüsse reichen von DREAM THEATER über PERIPHERY oder SLEEP TOKEN bis zu moderner Filmmusik und 90s-Balladen. Und natürlich QUEEN, was die Genrevielfalt angeht.

Seht ihr ILLUMISHADE als Nebenprojekt oder zweites Standbein?

J: Definitiv nicht mehr als Nebenprojekt. Wir werden sehen als wievieltes Standbein sich die Band in Zukunft entpuppt.

Vielen Dank für eure Zeit und die letzten Worte gehören euch!

F: Vielen lieben Dank dir, Jannik! Und danke euch fürs Lesen! Wir hoffen, dass ihr mit unserer neuesten Musik von „Another Side of You“ in eine Welt voller Emotionen und Melodien eintauchen könnt. Und wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja bald bei einem unserer Konzerte!

Quelle: Interview mit Fabienne Erni / Jonas Wolf
16.02.2024

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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