Lazarus A.D.
Lazarus A.D.

Interview

„Black Rivers Flow“, das Zweitwerk der amerikanischen Thrahser LAZARUS A.D., ist ein mitreißendes, spaßiges Werk im TESTAMENT-Fahrwasser geworden, ausgestattet mit einer angenehmen modernen Note. Sänger/Bassist Jeff Paulick stand uns für ein paar Fragen zur Verfügung.

Lazarus A.D.

Hallo, Jeff, Danke für deine Zeit,
Euer zweites Album „Black Rivers Flow“ erscheint dieser Tage. Erzähl uns doch mal ein bisschen was zum Entstehungsprozess.

Wir haben uns nach der KREATOR-Tour 10 Wochen Zeit genommen und haben in dieser Zeit fast das komplette Album komponiert. Im Sommer waren wir im Studio, woauch der Großteil der Gesansgmelodien, Texte und Soli entstand. Dort waren wir für ungefähr sieben Wochen. Es hat viel Spaß gemacht und wir waren sehr heiß auf dieses Album.

Was mir auffällt, ist, dass ihr trotz des Oldschool-Anstriches nicht einfach den Thrash-Sound der 80er kopiert. Das macht euch meiner Meinung nach sehr relevant für die heutige Zeit. Wie wichtig ist euc dieser Aspekt?

Das ist cool so. Wir möchten trotz unserer hörbaren Einflüsse auf unseren eigenen Beinen stehen. Das ist heutzutage recht schwierig, weil fast alles schonmal irgendwo gemacht wirde. Ich vergleiche das immer mit Videospielen, jedes neue Videospiel ist heute nichts anderes mehr als ein aufpolierter Klassiker. Und das machen wir auch, wir versuchen, Originalität zu beweisen und nichts zu erzwingen. Vergleiche sind natürlich unvermeidlich, ist das ist auch in Ordnung so.

{TETSAMENT schienen für den melodischen Teil eurer Songs Pate gestanden zu haben. Hat euch diesbezüglich die gemeinsame Tour ein wenig inspiriert?}

Möglicherweise unabsichtlich. Wir lieben TESTAMENT, wir liebten es, mit ihnen zu touren. Und wenn wir wieder mit ihnen spielen werden, werden wir auch das lieben, haha. Das wird nie aufhören, schon bevor wir einen Plattenvertrag hatten hörten wir immer „First Strike Still Deadly“ auf dem Weg zu unseren Gigs, weil uns das den nötigen Antrieb gab. Diese Neuafnahmen sind einfach so heavy und modern, obwohl die Songs so alt sind. So wollten wir dann auch immer klingen, haha.

„The Strong Prevail“ widerum erinnert ein wenig an PANTERA und andere Bands aus der jüngeren Thrash-Geschichte. War das beabsichtigt?

Klar. Der Song ist ziemlich alt und war schon vor der 10-wöchigen Tour fertig. Der ist sehr direkt, fast Punkrock-mäßig. 3 Minuten, Partytime!

Kannst du uns ein wenig über die textlichen Inhalte erzählen?

Da geht’s um alles Mögliche. Im Titelsong geht es um die Ölkatastrophe von BP. „Casting Forward“ handelt davon, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen. „Light A City Up In Smoke“ behandelt die Legalisierung von Marijuhana. Das Album hat vielleicht den Kampf als große inhaltliche Basis, in jedem Song geht es um eine Art vom Kampf. Das waren auch Erfahrungen, die wir beim Schreiben der Songs gemacht haben.

Wie lauten eure Pläne für 2011, besonders auf dem Live-Sektor?

Immer und überall. Wir wollen an so vielen Orten der Welt spielen wie möglich. In zwei Wochen sind wie mit DEATH ANGEL in Amerika unterwegs, danach geht’s für einen Monat mit BONDED BY BLOOD nach Europa. Und danach ist alles möglich, wir wollen einfach so viel wie möglich spielen, uns einen Namen machen und den Leuten zeigen, worum es bei LAZARUS A:D. geht.

Ihr kommt aus einer Gegend, die nicht grade für seine große musikalische Geschichte bekannt ist. Gibt es bei euch irgendwelche Underground-Bands, die ihr den deutschen Metal-Fans mal ans Herz legen möchtet?

Ehrlich gesagt nicht wichtig, zumindest im Mittleren Westen kenne ich da niemanden. Unsere Freunde von DIRGE WITHIN sind sehr gut, genauso HAVOK aus Colorado.

Nochmals vielen Dank, Jeff

23.01.2011

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