Cryptic Shift - Overspace & Supertime

Review

Soundcheck Februar 2026# 7

Die Aliens sind zurück – und sie haben Musik aus noch viel weiter entfernten Galaxien im Gepäck! Sechs Jahre ist es schon her, dass CRYPTIC SHIFT aus Leeds mit “Visitations From Enceladus” debütierten und im Technical Death/Thrash tatsächlich noch mal Akzente setzen konnten. Still war es nicht um Xander Bradley und Co., denn die Band war an der Live-Front recht fleißig und gründete mit fast identischer Besetzung die ebenfalls sehr empfehlenswerten SLIMELORD. Dass ein Album wie “Overspace & Supertime” nicht nur seinem Namen alle Ehre macht, sondern rein kompositorisch seine Zeit braucht, war abzusehen. Schließlich war bereits die erste Platte mit ihrem 26-minütigen Opener “Moonbelt Immolator” keine leichte Kost.

CRYPTIC SHIFT: Mehr von allem

Genau dort setzen CRYPTIC SHIFT an und haben auf dem programmatisch betitelten “Overspace & Supertime” fünf neue Death-Metal-Sinfonien in Überlänge parat, wobei “Stratocumulus Evergaol” als längster Song mit ganzen 29 Minuten durch die Ziellinie geht – der Rest hält sich zwischen 9 und 20 Minuten auf. Inhaltlich setzen die Briten das Konzept des Weltraumfahrers vom Debüt fort, wie das gelungene Artwork von Jesse Jacobi unterstreicht.

Passend dazu ist die Musik noch dynamischer geworden. Keiner der stets überlangen Songs wird jemals langweilig, weil CRYPTIC SHIFT neben dem ‘typischen’ VOIVOD-/WATCHTOWER-Riffing inzwischen gleichberechtigt ausladende Jazz-, Fusion- und Ambient-Passagen auffahren. So bleibt die Platte spannend und der erzählerische Flow gleichsam nachvollziehbar – was bei der hyperkomplexen Musik ein Kunststück ist. “Overspace & Supertime” funktioniert am besten als Ganzes, aber für bisher unbehelligte funktioniert “Hexagonal Eyes (Diverity Trepaphymphasyzm)” zum Reinkommen am besten.

“Overspace & Supertime” hat das Zeug zum Klassiker

Wer von “Visitations From Enceladus” angetan war, wird von “Overspace & Supertime” keinesfalls enttäuscht sein. Mehr noch: dieses Album ist so krass in jeder Hinsicht, dass man es selbst in zehn Jahren noch nicht in Gänze erschlossen haben wird. CRYPTIC SHIFT haben ein eigenständiges und außerweltliches Opus magnum erschaffen, zu dem nur wenige den Mut hätten. Daher nichts als Liebe für diesen Musik gewordenen Mittelfinger an Fast-Food-Kultur.

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20.02.2026

Redakteur

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