Lich King
Tourabschluss in Osnabrück

Konzertbericht

Billing: Lich King, Condition Critical und Exit Smashed
Konzert vom 05.08.2018 | Bastard Club, Osnabrück

Oberkult trifft Oberkult: Die Underground-Thrasher LICH KING machen zum Abschluss ihrer diesjährigen Europatour mal wieder einen Abstecher in den Bastard Club Osnabrück. Als „Sunday Matinee“ startet das Konzert bereits am späten Nachmittag. Sehr angenehm für den arbeitenden Teil der Bevölkerung. Zu Beginn ist im Keller des Bastard Clubs leider trotzdem nicht viel los.

Keine Gnade bei EXIT SMASHED

Die Hamburger EXIT SMASHED lassen sich von den lichten Reihen nicht beirren. Stattdessen gibt das Quintett rund 45 Minuten lang Vollgas. Statt des sonst so üblichen Banners, prangert der Bandname in zwei Lightboxen auf den Verstärkern. Abgesehen davon verzichtet die Band auf jegliche Bühnenaufbauten oder Showeffekte. Der Thrash steht hier im Vordergrund. Dank griffiger Riffs und einem sympathischen Auftreten hat die Band den Bastard Club schnell in der Hand. Ein gelungener Auftakt!

CONDITION CRITIAL ziehen das Tempo an

Eine kurze Umbaupause später entern CONDITION CRITICAL die Bühne. Im Vergleich zum Bay-Area-Sound von EXIT SMASHED, gehen die Amis wesentlich rabiater zu Werke. Lead-Gitarrist Tony Barhoum erinnert mit seinen Locken sowie dem einzig durchtrainiertem Oberkörper des Abends an eine Mischung aus Michael Dudikoff und Sylvester Stallone. Sein virtuoses Gitarrenspiel beweist allerdings, dass er nicht seine gesamte Freizeit im Fitnessstudio verbringt. Seiner schieren Muskelkraft halten die Gitarrensaiten nicht stand. Vor dem letzten Song muss er Backstage nach einer Ersatzgitarre suchen. Bis auf diese kurze Unterbrechung lassen CONDITION CRITICAL aber nichts anbrennen.

LICH KING haben alles im Griff

Als LICH KING nach einem kurzen Intro in ihr Set einsteigen, ist der Bastard Club endlich gut gefüllt. Für wen die Fans an diesem Abend angereist sind, ist umgehend klar. Los geht’s mit dem Titelsong der aktuellen Platte „The Omniclasm“, den alle Anwesenden energetisch mitgrölen. Frontmann Zach Smith gibt von der ersten Sekunde an alles, um das Publikum mitzureißen. Dabei frisst die Meute der Band so oder so aus der Hand. Dicke Muckis werden bei LICH KING nicht präsentiert. Dafür handelt „Predator“ immerhin von einem echten Filmklassiker des einzig wahren Mister Universums: Arnold Schwarzenegger.

50 Minuten lang ballern LICH KING mit aller Macht um sich. Für ein Headliner-Set ist das etwas knapp geraten. Auf die lautstark geforderte Zugabe „Black Metal Sucks“ folgt zum Abschluss „We Came To Conquer“. Beim letzten Song kommen die Mitglieder der Supportbands noch einmal auf die Bühne, um ein paar Gangshouts beizusteuern. So gehört sich das für den letzten Gig einer Tour!

06.08.2018

"Irgendeiner wartet immer."

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